Samstag, 24. Juni 2006

Leitvers

Schmecket und sehet, dass der Herr gütig ist!
Glücklich der Mann, der sich bei ihm birgt!

Psalm 34,9

Kiwis, raue Schalen und guter Geschmack

Kiwis, raue Schalen und guter Geschmack

»Oh nein, da sind ja Kiwis bei!«, entfährt es entsetzt unserem Freund Markus in der Eisdiele. Doch diszipliniert beißt er die Zähne zusammen und in die grüne Frucht auf seinem Eisbecher. Über seine nächsten zwei Sätze lachen wir noch heute: »Die schmecken ja gut! … Oh, da ist ja gar keine Schale dran.« – Der Tag, an dem Markus gelernt hat, dass Kiwis gut schmecken, wenn man die Schale vorher entfernt, liegt lange zurück. Doch die Begebenheit ist uns zu einem Gleichnis geworden: Wie oft lassen wir uns vom ersten Eindruck täuschen? Wenn das Auftreten eines Menschen nicht nach unserem Geschmack ist, bilden wir uns schnell ein (Vor-)Urteil. So lassen wir manchmal Menschen »links liegen«, obwohl wir bisher nichts als nur die Schale wahrgenommen haben. Wir sollten uns und ihnen die Chance geben, ihre Persönlichkeit und damit ihre inneren Werte kennen zu lernen. Vorurteile lassen uns Menschen ablehnen, die uns wertvolle Freunde werden könnten. Wir selbst sind ebenfalls froh, wenn andere über manche Ecken und Kanten in unserem Verhalten hinwegsehen und uns trotz unserer Fehler mögen. Wenn einer Grund hätte, sich von uns Menschen abzuwenden, wäre das Gott. Seine Geschöpfe haben seine Gebote mit Füßen getreten. Seinen Sohn, der für sie auf die Erde kam und nur Gutes tat, haben sie gekreuzigt. Der Kern ihres Wesens ist durch Ich-Sucht und Sünde gekennzeichnet. Zu »solchen Früchtchen« gehöre auch ich als Mensch – und doch bietet Gott mir durch Jesus Christus an, mich in seine Familie aufzunehmen und zu einem neuen Menschen zu machen. Über diese Güte kann ich nur staunen – und für den Umgang mit meinem Nächsten davon lernen!

Andreas Droese
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Frage
Wie sehen wir Mensch wohl in Gottes heiligen Augen aus?
Tipp
Wer sich ein bisschen kennt, müsste auch mit anderen Geduld haben.
Bibellese
Epheser 4,17-24

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