
Er erleuchte die Augen eures Herzens.
Epheser 1,18

Die Bibel ist schon ein herausforderndes Buch. So manches erschließt sich nicht auf Anhieb. Manches erscheint einem fremd oder gar unverständlich. Manches wirkt auch langweilig, vielleicht sogar widersprüchlich. Haben Sie vielleicht auch schon überlegt, aus diesen Gründen die Bibel einfach wegzulegen - oder gar nicht erst mit der Lektüre anzufangen?
Andererseits ist die Bibel der Bestseller aller Zeiten, das meistübersetzte Buch weltweit, dasjenige mit dem größten Einfluss auf unsere Kultur. Sie einfach weglegen oder ignorieren? Wäre das nicht geradezu riskant? Vielleicht entgeht einem etwas existenziell Wichtiges, etwas Lebensentscheidendes?
Nun, diese Problematik war dem Autor des Tagesverses, Paulus, anscheinend sehr klar. Er wusste, dass wir die Inhalte der Bibel nur schwer fassen können. Deshalb bittet er Gott, dass er die Augen seiner Briefempfänger in Ephesus erleuchtet. Und zwar nicht die physischen Augen, sondern die des Herzens - der Schaltzentrale, wo sich Verständnis, Gefühl und Wille vereinen. Die Epheser brauchten also die passende Brille, damit sie den richtigen Durchblick für Gottes Wahrheiten erhielten.
Als ich meine erste Brille bekam, war das wie eine Erleuchtung für mich. Zuvor hatte ich vieles nur unscharf wahrgenommen. Deswegen musste die Brille die »richtige Schärfe« haben. Auch im Blick auf die Bibel ist das so.
Welche Brille nutzen Sie? Haben Sie die vorgefasste Meinung, dass es Gott nicht gibt? Oder gehen Sie zweifelnd und alles erst einmal hinterfragend an die Bibel heran? Oder ist Ihnen gleichgültig, was Sie lesen? Oder sind Sie neugierig, lernwillig und wahrheitssuchend? Dann bitten Sie Gott um eine Erleuchtung - wie Paulus es tat.

Haben Sie schon einmal eine Brille angepasst bekommen?

Wer Gott um Verständnis für die Bibel bittet, dem öffnet er die Herzensaugen.
