
Nur auf Gott vertraue still meine Seele, denn von ihm kommt meine Hoffnung.
Psalm 62,6

Ich habe mich in letzter Zeit vermehrt mit künstlicher Intelligenz beschäftigt und bin wirklich überrascht, was damit alles möglich ist. Mit wenigen Klicks lassen sich Fotos verändern: Plötzlich reite ich auf einem Löwen, oder mein Mann und ich stehen gemeinsam vor dem Gipfelkreuz der Zugspitze. KI hat aus diesen Bildern dann sogar noch Videos gemacht, in denen ich vor der Jesus-Statue in Rio de Janeiro stehe, die plötzlich lebendig wird und mich umarmt. Unglaublich, was Technik heute alles kann! Auch habe ich mithilfe von KI Lieder und Melodien entwerfen lassen, die die Charts erobern könnten.
Seitdem ich weiß, wie einfach es ist, Fotos, Videos oder Texte zu erstellen und zu verändern, bin ich viel vorsichtiger, alles zu glauben, was uns in den Medien präsentiert wird. Nicht alles, was überzeugend aussieht, ist auch wahr. Besonders bei Werbung muss ich manchmal schmunzeln. Da werden Vorher-Nachher-Fotos gezeigt, die beweisen sollen, dass eine Creme Falten verschwinden lässt. Dabei lassen sich solche Bilder mit den richtigen Programmen problemlos manipulieren.
In solchen Momenten frage ich mich: Was ist wahr, und was ist falsch? Wem oder was kann ich in dieser Welt noch trauen? Für mich liegt die Antwort in dem heutigen Tagesvers: »Nur auf Gott vertraut still meine Seele, denn von ihm kommt meine Hoffnung.«
Menschen, auch Christen, können uns enttäuschen. Ich selbst bin da keine Ausnahme. Aber ich kann bestätigen, dass Jesus mich noch nie enttäuscht hat. Er sagt von sich selbst, dass er »die Wahrheit« ist (Johannes 14,6). Auf sein Wort ist Verlass, und er steht zu seinen Zusagen. Mit seiner Hilfe können wir lernen, in einer Welt voller Täuschungen das Echte vom Unechten zu unterscheiden.

Wo suche ich Orientierung in einer Welt voller Täuschungen?

Gottes Wort ist die zuverlässige Wahrheit.
