Dienstag, 24. September 2002

Leitvers

Und den Fremden sollst du nicht bedrängen
und ihn nicht bedrücken.

2. Mose 22,20

Theorie und Praxis  

Theorie und Praxis  

Obwohl der Schwarze in den USA seit Ende des Bürgerkrieges (1861-1865) offiziell als frei und dem Weißen gleichberechtigt galt, sah er sich in der täglichen Praxis doch weiterhin unterdrückt und als Bürger zweiter Klasse. Über Jahrzehnte hinweg wurden Beschlüsse zur Integration der Afro-Amerikaner nur sehr schleppend umgesetzt. Insbesondere in den Südstaaten blieb der Rassismus nahezu unverändert bestehen, bis hin zur getrennten Beschulung weißer und schwarzer Kinder. Der Oberste Gerichtshof erklärte daher 1954 die Rassentrennung an öffentlichen Schulen für verfassungswidrig und forderte, dass die gemeinsame Unterrichtung mit »wohlüberlegter Eile« voranzutreiben sei.
Zur Umsetzung des Beschlusses musste Präsident Eisenhower am 24. September 1957 in Little Rock, Arkansas, sogar den Einsatz von Bundestruppen befehlen, um schwarzen Schülern den Zugang zu einer weißen öffentlichen Schule zu ermöglichen. Nur mit Gewalt ließ sich ein Miteinander erzwingen, der Weg zur friedlichen Koexistenz war noch weit.
Obwohl die Amerikaner in ihrer Unabhängigkeitserklärung von 1776 Gleichheit und Freiheit als »selbstverständliche Wahrheit und unveräußerliches Recht« ansahen, hielten sie sich doch wenig daran.
Gut, dass es bei Gott anders ist. Er sorgt sich um alle Menschen, ob sie Ausländer oder Einheimische sind, und liebt sie. Eine solche Liebe fordert Gott auch von seinem Volk ein (5. Mose 10,18.19), denn Liebe ist der Schlüssel zur Überwindung der Fremdenfeindlichkeit, da sie in dem Anderen einen wertvollen Mitmenschen sieht, der ebenso wie ich die erlösende Tat Christi braucht.

Martin von der Mühlen
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Frage
Welchen Beitrag zur Völkerverständigung könnte ich in meinem direkten Umfeld leisten?
Tipp
Jenseits der Landesgrenzen bin auch ich ein Ausländer.
Bibellese
2. Mose 22,20-30

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