Sonntag, 24. Oktober 2010

Leitvers

Denn also hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, auf dass jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren gehe, sondern ewiges Leben habe.
Johannes 3,16

Klar, Gott ist an allem schuld!

Klar, Gott ist an allem schuld!

Da hat doch der Ex-Senator von Nebraska Gott vor Gericht verklagt, weil er »unter Abermillionen Erdbewohnern Tod, Zerstörung und Terror verursacht« hätte.
»So etwas passiert natürlich nur im Land der unbegrenzten Möglichkeiten. Das käme bei uns nicht vor«, so denken wir vielleicht. Aber ist nicht nach jedem größeren Unglück auf den Titelseiten vieler Zeitungen dem Sinn nach zu lesen: »Und wo war Gott?« Diese Frage heißt doch genau besehen: »Wenn Gott so lieb und allmächtig ist, wie uns immer gesagt wurde, warum hat er dann nicht besser aufgepasst? Dazu ist er doch da! Wofür bezahlt man schließlich seine Kirchensteuern?«
Diese Vorstellung von Gott würde bei etwas ehrlichem Nachdenken schnell in sich zusammenfallen; denn erstens degradiert man dadurch Gott zu einer Art Weltpolizist, der uns Menschen nicht hindern darf, Tretminen zu bauen, der aber dafür zu sorgen hat, dass keiner drauf tritt. Wir lassen uns von ihm nämlich gewöhnlich nicht in unsere Machenschaften hineinreden. Nur wenn wir damit etwas angerichtet haben, geht der vorwurfsvolle Blick nach oben. Zweitens: Wenn wir Menschen zwar Gottes Allmacht einklagen, ihm aber nicht die entsprechende Ehre geben, wieso sollten wir mit seiner Hilfe rechnen dürfen?
Das Wunderbare ist, dass Gott sich trotzdem um uns kümmert, sonst sähe es noch ganz anders auf der Welt aus, und darüber hinaus, will er mit all dem von uns verschuldeten Unglück nur zeigen, dass wir ihn brauchen, dass wir ohne ihn verloren sind. Dann bitten wir ihn um Vergebung und lernen ihn als liebenden Vater kennen, der uns am Ende in sein Himmelreich nimmt.

Hermann Grabe
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Frage
Wer hat mehr für die Menschen getan als Gott (siehe Tagesvers)?
Tipp
Die Schuld dort suchen, wo sie tatsächlich liegt!
Bibellese
Lukas 15,11-20

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