Sonntag, 24. Dezember 2000

Leitvers

Sie gebar ihren erstgeborenen Sohn
und wickelte ihn in Windeln und legte ihn in eine Krippe,
weil in der Herberge kein Raum für sie war.

Lukas 2,7

Heiligabend

Heiligabend

Da hat Gott nun seinen Sohn gesandt, weil er das Elend der Menschen nicht mehr ansehen mochte; aber anstatt den Retter freudig und ehrfürchtig zu erwarten und alles zu seinem Empfang bereit zu stellen, lesen wir, dass für ihn kein Platz bei uns war. Maria musste ihren Erstgeborenen in eine Krippe legen.
Fromme Legende hat einen Stall, Heu, Ochs und Esel dazu erfunden, weil wir Menschen uns soviel Hartherzigkeit und Dummheit gar nicht eingestehen mögen. Aber in der Bibel steht: »Es war kein Raum in der Herberge«, auch keine Notunterkunft, nichts als eine Krippe. So lag er denn, vom Himmel her unter dem Lobgesang der himmlischen Heerscharen, aber was uns angeht, draußen vor der Tür.
Betrachtet man den immer früher anbrechenden Weihnachtsrummel der Christenheit, so ist auch da für einen Sünderheiland, für einen Retter vom ewigen Verderben, für einen, der die Menschen aus der Sklaverei Satans befreien will, kein Platz. Alles dreht sich bei den einen ums Geldverdienen und bei den anderen um ein bisschen sentimentales Gefühl, das sie mit vielen Geschenken, gutem Essen, Kerzenglanz und Alkohol hervorzaubern möchten.
Dabei hätten wir tatsächlich starken und realen Grund zum Freuen, dass Jesus Christus auf die Welt gekommen ist. Denn sein Kommen hatte einen Zweck und geht jeden etwas an. Paulus schreibt den Korinthern: »Denn ihr kennt die Gnade unseres Herrn Jesus Christus, dass er, der reich war, um euretwillen arm wurde, auf dass ihr durch seine Armut reich würdet.«

Hermann Grabe
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Frage
Empfinde ich echte Freude über die Menschwerdung des Gottessohnes?
Tipp
Jesus Christus will keine Randfigur, sondern die Hauptperson in meinem Leben sein.
Bibellese
Psalm 130

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