Freitag, 25. Mai 2012

Leitvers

Die Frucht des Geistes ist Liebe, Freude, Friede, Langmut, Freundlichkeit, Gütigkeit, Treue, Sanftmut, Enthaltsamkeit.
Galater 5,22

Die Frucht des Geistes ist Liebe

Die Frucht des Geistes ist Liebe

Jeder ernsthafte Ausleger hat festgestellt, dass in unserem Tagesvers das Wort »Frucht« in der Einzahl steht. Dann aber folgt eine Reihe von neun Wörtern. So sagten einige, die Frucht des Geistes sei wie eine Weintraube mit neun Beeren. Andere wieder sagen, man müsste hinter das Wort »Liebe« einen Doppelpunkt setzen. Dann würde das heißen: Die Liebe ist die Frucht des Geistes. Diese bringt all das andere hervor, je nachdem, auf was sich diese Liebe richtet.
Zunächst muss erst einmal klargestellt werden, dass hier mit dem Geist der göttliche oder der Heilige Geist gemeint ist. Unser menschlicher Geist ist von Natur her überhaupt nicht voller Liebe, jedenfalls nicht voll von der Liebe, die aus Gott kommt und deren Wesen das Schenken und Geben ist, die sich vor allem denen zuwendet, die an sich nicht liebenswert sind.
In uns selbst entdecken wir oft ganz andere Arten von Liebe, vor allem die Selbstliebe. Bis zu einem gewissen Grad ist sie auch nötig. Wäre sie nicht vorhanden, würden wir gar nicht überleben können. Aber meistens herrscht sie sündhaft überhöht und riesengroß in unserer Seele. Eine andere Liebe ist die Geldliebe, wieder eine andere die Ehrliebe und dann natürlich auch die Liebe zum anderen Geschlecht.
Göttliche Liebe kommt in die Herzen der Gläubigen, wenn sie sich in Wahrheit Gott ausliefern und ihm gehorchen wollen. Dann heißt es von ihnen: »Die Liebe Gottes ist ausgegossen in unsere Herzen durch den Heiligen Geist« (Römer 5,5).
Und von Gottes Liebe sagt das gleiche Römerkapitel: »Gott aber erweist uns seine Liebe zu uns darin, dass Christus, als wir noch Sünder waren, für uns gestorben ist« (Vers 8).

Hermann Grabe
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Tipp
Gott ist Liebe. Darum schenkt er gern.
Bibellese
1. Korinther 1,1-16,24

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