
Ich habe deine Verbrechen ausgelöscht wie einen Nebel und wie eine Wolke deine Sünden. Kehre um zu mir, denn ich habe dich erlöst!
Jesaja 44,22

Im Herbst sind die Täler vieler Berggebiete die meiste Zeit mit Hochnebel gefüllt. Während unten im Tal nasskaltes Wetter herrscht, scheint über der Nebeldecke die Sonne. Anfangs kann man das nur entdecken, wenn man hoch genug wohnt oder zu der Stelle wandert. Doch bis zum späten Vormittag hat die Sonne es geschafft, den Nebel im Tal vollständig aufzulösen. Ihr Licht scheint bis ins Tal, sodass es auch dort endlich Tag wird. Ähnliches passiert durch das Absinken von Luftmassen: Der Himmel ist zunächst durch Wolken bedeckt, doch nach und nach kommt die Sonne durch, und die Wolken lösen sich völlig auf.
Die Bibel vergleicht das Unrecht in unserem Leben mit Wolken und Nebel. Unsere bösen und falschen Taten und Gedanken stören die Verbindung zu Gott, genauso wie die Wolken uns die Sicht nach oben rauben und den Zugang zu den wärmenden Sonnenstrahlen versperren. Außerdem belasten Sünden unsere zwischenmenschlichen Beziehungen und führen uns in die Irre, so wie der Nebel den Kontakt zu unserer Umgebung erschwert und uns die Orientierung raubt. Wenn unser Leben dadurch dunkel und trübe geworden ist, liegt das also nicht an Gott, sondern allein an uns. Trotzdem hat Gott einen Ausweg geschaffen:
Wir können zu Gott umkehren und ihm aufrichtig unsere Sünden bekennen. Dann dürfen wir voll Vertrauen auf den Erlöser Jesus Christus blicken und den Tagesvers als persönliche Verheißung Gottes annehmen. Es ist unglaublich wohltuend und befreiend, wenn die Wolken plötzlich aufreißen und die Sonne durchbricht! Es ist wunderbar, wenn sich der Nebel im Tal lichtet und die herrliche Schöpfung Gottes freigibt. Doch noch größer ist die Freude, wenn die Wolken und der Nebel unserer Sünden von Gott weggetan wurden.

Scheint in Ihrem Leben schon die Sonne?

»Gott, der HERR, ist Sonne und Schild.« (Psalm 84,12)
