Mittwoch, 25. Dezember 2019

Leitvers

Und das sei für euch das Zeichen: Ihr werdet ein Kind finden, in Windeln gewickelt, in der Krippe liegend.
Lukas 2,12

Gott im Stallgeruch?

Gott im Stallgeruch?

Als Jesus geboren war, wurde den Hirten die Geburt des Retters und Königs verkündigt. Sie sollten sich aufmachen, das Kind zu suchen. Als Erkennungszeichen würden sie ein Kind in Windeln gewickelt finden, das in einer Krippe lag. Die Krippe war eine Art Futtertrog für das Vieh. Vermutlich waren Maria und Josef in einem Stall oder Unterschlupf für Tiere untergekommen.
Gott wird also Mensch und liegt in der Krippe, mitten im Stallgeruch. Die Hirten hören davon und kommen. Für sie waren Geruch, Heu und Stroh kein Problem. Damit waren sie vertraut. Wäre Jesus im Königspalast in Jerusalem geboren worden, wäre ihnen der Zugang sicher verwehrt geblieben. Dorthin kann nicht jeder kommen. Zum Stall im Gegensatz dazu schon. Wie wäre es wohl gewesen, wenn die Vornehmen der damaligen Zeit, Angesehene und Prominente, religiöse und politische Führer von der Geburt des Retters gehört hätten? Es ist anzunehmen, dass sie sich kaum hätten bewegen lassen, das Kind im Stall aufzusuchen. Bestimmt wären sie sich zu schade gewesen für diese Umgebung.
Gott wird arm und gering, um uns zu begegnen. Er ist sich nicht zu schade, sich dem Stallgeruch auszusetzen. So reißt er alle Hindernisse nieder, damit jeder, der will, kommen kann. Es gibt keine Wache an der Tür, keine Kleiderordnung, keine Benimmregeln. Jeder kann einfach kommen. Die Hirten hören und kommen. Sie finden Jesus und werden froh.
Das ist bis heute so. Weil Gott uns so nah wie möglich kam, ist es leicht, ihm zu begegnen. Wenn es noch Hindernisse gibt, dann sind sie auf unserer Seite: unsere Unwissenheit, unser Intellekt, unsere Stellung und Bekanntheit, unser Ansehen ... was auch immer. Hoffentlich sind wir uns weder zu schade noch zu stolz, Gott zu begegnen.

Manfred Herbst


Frage
Fühlen Sie sich zu unwürdig oder zu stolz, um zu Jesus zu kommen?
Tipp
Gott wurde arm und gering, damit jeder, wie er ist, zu ihm kommen kann.
Bibellese
Lukas 2,8-20

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