Donnerstag, 26. Mai 2005

Leitvers

Was wird es einem Menschen nützen,
wenn er die ganze Welt gewönne,
sich selbst aber verlöre.

Lukas 9,25

Zeitzeichen

Vergeblicher Wille zur Macht

Zum Kaiser der Franzosen hatte er sich erst ein halbes Jahr vorher selbst gekrönt (2.12.1805), nun griff der Korse Napoleon (1769-1821) nach der nächsten Krone. Heute vor 200 Jahren setzte er sich ebenfalls selbst in Mailand die Eiserne Krone der Langobarden als »König von Italien« aufs Haupt, nachdem er den nördlichen Teil des Landes erobert hatte. Es sollte nicht die letzte Machterweiterung sein. Der dem Menschen allgemein innewohnende Wille zur Macht nahm bei ihm weltpolitische Dimensionen an. Nach wenigen Jahren reichte sein Imperium von Spanien bis an die Grenzen Russlands, von Sizilien bis Skandinavien. Es war ein Geflecht von abhängigen Satellitenstaaten um das Zentrum eines vergrößerten Frankreich herum, das bei Lübeck bis an die Ostsee reichte.
Aber wie gewonnen, so zerronnen! Zehn Jahre später war Napoleons Reich zerfallen (1815) und der Imperator auf die einsame Insel St. Helena im Südatlantik verbannt, wo er nach sechs Jahren verbittert starb. Letztlich lohnt es sich nicht, nach dem vergänglichen Glanz dieser Welt zu greifen. »Sammelt euch Schätze im Himmel, wo weder Motte noch Fraß zerstören!«, mahnt deshalb Jesus Christus, und »Sinnt auf das, was droben ist, nicht auf das, was auf der Erde ist!«, rät auch der Apostel Paulus. Das gilt für die Machtgierigen aller Zeiten, die – wenn auch in bedeutend kleinerem Format – nach Ruhm, Ansehen und Reichtum streben. Wirklich, nur durch den Glauben an Jesus Christus erlangen wir ein ewiges Erbe, das nicht der Vergänglichkeit unterworfen ist, das ewige Leben. Und was sind da alle Reiche dieser Welt gegen die Herrlichkeit Gottes, die er denen bereitet hat, die ihn lieben! Gerhard Jordy
Frage
Worin liegt eigentlich das Hauptziel Ihres Lebens?
Tipp
Wir sollten uns auf das Reich Gottes umorientieren!
Bibellese
Psalm 47

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