Montag, 27. Januar 2003

Leitvers

Die Welt vergeht und ihre Begierde, wer aber
den Willen Gottes tut, bleibt in Ewigkeit. /
Der Lohnarbeiter erwirbt Lohn für einen löchrigen Beutel.

1. Johannes 2,17 ; Haggai 1,6

Auf nichts ist mehr Verlass!

Auf nichts ist mehr Verlass!

»Das Mistding hat ja Löcher!«, schrie der kleine Junge, der sich vor einem Schneeschauer retten wollte. Eigentlich gebrauchte er einen noch etwas derberen Ausdruck, der sich in diesem Kalender aber nicht wohlgefühlt hätte. Was er so bezeichnete, war der 83 Meter hohe Kolossalbau des Kaiser-Wilhelm-Denkmals an der Porta Westfalica. Tatsächlich hat dieses nicht nur weiträumig durchbrochene Wände, sondern auch ein ebensolches Gewölbe, durch das die Schneeflocken nahezu ungehindert hineinwirbeln konnten. Von Weitem betrachtet schien das Denkmal mit seinen gewaltigen Ausmaßen allerdings ein guter Schutz gegen die Unbilden des Wetters zu sein.
Geht es uns Erwachsenen nicht oft genauso wie dem Jungen? Da meint man, gegen alles und jedes versichert zu sein, und dann passiert ein Unglück, für das alle unsere Versicherungen eben nur ein Loch haben. Oder man schmiedet Pläne, und dann kommt eine Krankheit, oder die Firma geht pleite, oder – was heute sehr vielen tüchtigen Menschen passiert – alles, was man gelernt hat, wird einfach nicht mehr gebraucht. Dann erleben wir, dass unser, uns selbst großartig erschienener Lebensbau nur ein riesiges Loch statt eines sicheren Daches hat.
Andere haben sich auf großmächtige Ideologien verlassen, wie z. B. den Kommunismus und hinterher standen sie im Schneegestöber eines gewaltigen Zusammenbruchs. Gott lässt all solche Dinge geschehen, damit wir lernen, was unsere Pläne und die irdischen Hoffnungen wert sind. Wir sollen fragen, was denn wirklich bleibt, was Bestand hat, auch wenn hier alles wankt und bricht, und was über den Tod hinaus Schutz und Geborgenheit bietet.

Hermann Grabe
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