
Vor Gott ist ja nichts verborgen. Alles liegt nackt und bloß vor den Augen dessen da, vor dem wir Rechenschaft ablegen müssen.
Hebräer 4,13

Der 28. Januar ist 2006 als »Europäischer Datenschutztag« ausgerufen worden, um die Menschen dafür zu sensibilisieren, dass sie mit ihren persönlichen Daten sorgfältig umgehen sollen. Ich arbeite manchmal in Betrieben, in denen große Datenmengen vernichtet werden. Dabei montiere oder warte ich Maschinen von mehreren Tonnen Gewicht, die für die Aktenvernichtung besonders geeignet sind. Berge voller Akten sollen so klein geschreddert werden, dass niemand mehr herausfinden kann, was auf den Papierblättern stand. Niemand möchte, dass die Daten von Banken, Rechtsanwälten, Ärzten usw. in falsche Hände geraten. Manchmal kann der Kunde sogar persönlich seine Kartons aufs Förderband legen und beobachten, wie die Akten in den Schredder hineinfallen, als Minipapierschnipsel unten herausfallen und zu großen Papierballen gepresst werden.
Auch in unserem Privatleben versuchen wir, Informationen möglichst gut zu schützen. Wir geben nicht alles preis und achten darauf, wer was über uns weiß. Manches möchten wir am liebsten so gründlich vernichten wie die Akten in einer Schredderanlage - damit niemand je dahinterkommt, was einmal auf diesen »Seiten« unseres Lebens stand.
Der Hebräerbrief erinnert uns jedoch an eine Wahrheit, die zunächst unbequem klingt: Vor Gott gibt es keinen Datenschutz. Nichts in unserem Leben lässt sich vor ihm verbergen. Doch der, der alles sieht, ist derselbe, der uns liebt. Er hat seinen Sohn für uns gegeben, um uns zu retten. Wir müssen nur an ihn glauben und ihm unsere Schuld bekennen. Dann werden alle »Sündenakten« vollständig vernichtet, und wir bekommen die volle Vergebung zugesprochen. Niemand kann uns dann noch verklagen oder irgendwelche alten Geschichten ans Licht bringen.

Wie reagieren Sie auf die Tatsache, dass jeder von uns von Gott völlig erkannt wird?

Lassen Sie Ihre Sünden von Gott schreddern!
