Donnerstag, 28. April 2005

Leitvers

Siehe, der Bauer wartet auf die köstliche Frucht der Erde und hat
Geduld ihretwegen … Habt auch ihr Geduld, stärkt eure Herzen!
Denn die Ankunft des Herrn ist nahe gekommen.

Jakobus 5,7-8

Baby da – was nun?

Baby da – was nun?

Nun ist es endlich da! Eltern, Freunde und Bekannte freuen sich über die Geburt des Nachwuchses. Doch das Kind schreit nur und verlangt nach »Input«. Erst Milch und dann später feste Kost. Hilflos liegt das Baby in seiner Windel und erfreut trotzdem seine Umwelt durch seine Anwesenheit. Man erlebt Wachstum, den ersten Augenkontakt, das erste bewusste Lächeln. Später folgen die ersten undeutlichen Worte. Wie stolz sind die Erziehenden, wenn der Sprössling schließlich reden und laufen kann! Doch bis zum Erwachsenen ist es noch ein langer Weg. Dies ist der ganz natürliche Ablauf der Entwicklung des Lebens, über den wir nur selten bewusst nachdenken.
Eigenartigerweise haben wir für das Glaubensleben andere Vorstellungen. Ist der im Glauben Neugeborene in der Gemeinde, freuen wir uns, aber vergessen, ihm die leichte Kost, die Milch vorsichtiger Belehrung und persönlicher Betreuung zukommen zu lassen. Wir erschlagen ihn oder sie mit unserer umfassenden Bibelkenntnis und stellen perfekte Verhaltensregeln auf, die dann zu befolgen sind. Es fehlt uns meistens an der unendlichen Geduld guter Eltern, auf das langsam sich entwickelnde Verständnis zu warten und auf die Kraft danach zu leben. Durch zunehmende Belastungen entwickeln sich Kraft und Ausdauer und es entsteht ein wertvolles Mitglied der Gemeinde, das wiederum andere tragen und in deren Nöten helfen kann. Hier schließt sich dann der Kreis. Als neuer Christ lassen Sie sich bitte nicht entmutigen durch mangelndes Einfühlungsvermögen oder die fromme, oft unverständliche Ausdruckweise anderer Christen! Nutzen Sie ihre Stärken – erzählen Sie anderen Menschen von ihrem einmaligen Erlebnis!

Volker Koenig


Frage
Liegt Ihnen das Wohl der Mitchristen am Herzen?
Tipp
Lehrer und Anfänger brauchen beide die Gnade der Geduld.
Bibellese
Kolosser 2,8-15

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