
Aber sei nur stille zu Gott, meine Seele; denn er ist meine Hoffnung.
Psalm 62,6

Wo befindet sich der leiseste Ort auf der Erde? Laut Guinness-Buch der Rekorde im US-Bundesstaat Minnesota. Hier steht eine sogenannte »anechoische Kammer« oder umgangssprachlich auch »schalltoter Raum«, der für Testzwecke und Audiomessungen genutzt wird. Nahezu jedes Geräusch wird hier von meterdick gepolsterten Wänden absorbiert, wodurch die gemessene Lautstärke im negativen Bereich bei rund minus 25 Dezibel liegt. Die Auswirkungen auf den menschlichen Organismus bei Betreten so eines Raumes sind radikal: Probanden berichten schon nach kurzer Zeit von Desorientierung und Übelkeit. Unser Körper ist daran gewöhnt, sich an den Tönen der Umgebung zu orientieren. Fehlen diese, werden die eigenen Körpergeräusche plötzlich hörbar: Das Herz pocht, die Luft strömt durch die Lunge, und das Blut rauscht. Unter Umständen produziert das Gehirn sogar eigene »phantomartige« Geräusche. In der Konsequenz halten es die wenigsten Menschen länger als eine halbe Stunde in dieser Stille aus.
Wie anders geht es da dem Psalmisten David in unserem Tagesvers. Er sucht im trubeligen Alltag, der ihm mitunter zur Gefahr wird, bewusst die Stille bei Gott, um seiner Seele neue Hoffnung zu geben. Anders als im schalltoten Raum findet er hier wirklich Ruhe und festen Halt. Gott zu begegnen und alles potenziell Ablenkende auszublenden, kann schwer und sogar unangenehm werden, wenn wir dabei auf unsere eigenen Fehler und Unzulänglichkeiten stoßen. Doch in diesem Moment dürfen wir den Blick auf den richten, der unser Leben erdacht hat und in der Hand hält: Jesus Christus möchte uns vergeben und die Beziehung zu ihm heilen. Wenn wir ihm vertrauen, wird er unser Leben mit echter Hoffnung erfüllen.

Wo suchen Sie die Stille vor Gott?

Gott möchte auch Ihnen in seinem Wort, der Bibel, begegnen.
