
Wenn wir verwachsen sind mit der Gleichheit seines Todes, so werden wir es auch mit der seiner Auferstehung sein.
Römer 6,5

Am 29. April 2007 wurde die sogenannte Magdeburger Erklärung unterzeichnet, die erste formelle Vereinbarung über die wechselseitige Anerkennung der in Deutschland vollzogenen Taufen. Elf verschiedene christliche Kirchen hatten sich auf das sichtbare Zeichen des Wassers sowie die Einmaligkeit und Unwiederholbarkeit der Taufe geeinigt. Ziel war, die symbolische Einheit der Christen zu stärken. Eine Arbeitsgruppe aus Vertretern verschiedener Kirchen hatte einen Text erarbeitet, der im Rahmen eines ökumenischen Gottesdienstes im Magdeburger Dom unterzeichnet wurde.
Die Taufe war schon oft Streitpunkt in der praktischen Ausübung des christlichen Glaubens. Und ob diese Einigung von elf Kirchen tatsächlich die Grundlage für etwas Neues legte, sei mal dahingestellt. Was aber bedeutet die Taufe nach biblischem Vorbild? Warum wird ihr ein so hoher Wert beigemessen? Und welche Rolle kann sie im Leben eines Menschen spielen?
Mal abgesehen von ihren Vorläufern hatte die Taufe mit Beginn des Christentums einen klaren Bezug zu Jesus Christus. Sie wurde als Abbild seines Sterbens, seines Todes und seiner Auferstehung verstanden (vgl. Römer 6). Der Täufling brachte damit seinen Glauben an Jesus zum Ausdruck und seinen festen Entschluss, fortan innig mit ihm verbunden zu leben. Sein altes Leben ohne Christus gab er symbolisch mit der Taufe in Tod und Grab (Untertauchen), um dann durch Gottes Kraft zu neuem Leben aufzustehen (Auftauchen). Dieses äußerliche Ritual war also der Ausdruck eines inneren Geschehens, das die Grundlage für ein verändertes Leben in Übereinstimmung mit Christus war. Von der Realität dieses Geschehens hängt nicht nur unser Glaube ab, sondern auch unsere Zukunft über unseren Tod hinaus.

Womit verbinden Sie Ihre Taufe?

Entscheidend ist, ob Sie wirklich an Jesus glauben und auch mit ihm leben.
