Freitag, 28. Juni 2013

Leitvers

Du sollst nicht stehlen!
2. Mose 20,15

Achtes Gebot: Stehlen - eine Volkskrankheit

Achtes Gebot: Stehlen - eine Volkskrankheit

»Das gibt's doch gar nicht!«, rief der Vater dem Sohn entgegen, der von der Schule heimkam. »Die Polizei schreibt, du hättest im Einkaufsmarkt gestohlen? Was sollen jetzt die Nachbarn von uns halten! Man mag ja gar nicht mehr unter die Leute gehen!«
So entsetzt der Vater auch wegen seines guten Rufes war, hätte er sich doch lieber fragen sollen, ob er seinem Sohn ein guter Lehrmeister war, als er neulich aus dem Betrieb allerhand Material mitgebracht hat. Und wie war das mit der Schwarzarbeit vorige Woche? Und beim Ausfüllen des Steuerbescheides hatte er sich sogar gerühmt, denen »da oben« nicht alles auf die Nase gebunden zu haben. Und all das und noch vieles mehr ist schlicht und einfach stehlen. Man hat sich Geld und Besitz unrechtmäßig angeeignet, einerlei ob der anonyme »Staat« oder ein bekannter Nachbar der Betroffene ist.
Aber das geht noch weiter: Wie vieles wird ohne Urheberrecht einfach abgeschrieben und als eigenes Werk verkauft! Und manche besitzen eine ganze Videothek voller Raubkopien und andere mogeln, indem sie nicht in die Dosen und Flaschen füllen, was auf dem Etikett steht. Immer geht es um unrechtmäßigen Gewinn an Geld, Macht und Ehre.
Im achten Gebot verbietet Gott ein solches Treiben - nicht nur, um die Mitmenschen vor Diebstahl zu schützen, sondern auch, um uns selbst vom Stehlen abzuhalten; denn man vergreift sich dabei auch gleichzeitig an Gott, und das nicht nur, wenn man aus dem Kollektenbeutel etwas klaut, sondern immer; »denn die Erde ist des HERRN und was darinnen ist« (1. Korinther 10,26).
Wenn man das begriffen hat, gibt es zum Glück die Möglichkeit, das Gestohlene zurückzubringen und Gott um Vergebung zu bitten.

Hermann Grabe
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Tipp
Ob Sie’s glauben oder nicht: »Ehrlich währt am längsten.«
Bibellese
Lukas 20,20-26

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