Donnerstag, 28. August 2003

Leitvers

Wenn nun der Sohn (Jesus) euch frei machen wird,
so werdet ihr wirklich frei sein.

Johannes 8,36

Zeitzeichen

Ich habe einen Traum

Von seiner Vision einer freien und gleichen Gesellschaft aller Menschen getrieben, mobilisierte der Baptistenprediger und Bürgerrechtler Martin Luther King am 28. August 1963 über 200.000 Weiße und Schwarze zum inzwischen zur Geschichte gewordenen Marsch auf Washington. King erhoffte sich, die von Kennedy eingebrachten neuen Bürgerrechtsgesetze zur Unterschrift zu bringen. Der Marsch fand seinen Höhepunkt im Schatten des Lincoln-Denkmals und damit zu den Füßen jenes Präsidenten, der genau 100 Jahre zuvor die Schwarzen aus der Sklaverei in die Freiheit entlassen hatte. In seiner berühmten Rede »I have a dream« (Ich habe einen Traum) mahnte King an, dass Schwarze noch immer diskriminiert und ihnen nach wie vor ihre Rechte vorenthalten würden. Seine Ansprache gipfelte in den Worten: »Ich habe einen Traum, dass eines Tages die Söhne früherer Sklaven und die Söhne früherer Sklavenhalter miteinander am Tisch der Brüderlichkeit sitzen können … sich die Hände reichen und … singen können: ›Endlich frei! Endlich frei! Großer, allmächtiger Gott, wir sind endlich frei!‹
Was M. Luther King ersehnte, mag für die Gesellschaft ein gewaltiger Schritt nach vorne sein. Was er aber nicht bedachte, war, dass es Gott nicht vorrangig um die Befreiung aus widrigen Lebensumständen und den weiterhin bestehenden Ungerechtigkeiten geht, sondern um die Befreiung von todbringender Sünde und Schuld und einen Platz an der Tafel in seinem himmlischen Reich, den er jedem Menschen anbietet, den aber nur solche erlangen, welche die Erlösung in Christus für sich in Anspruch genommen haben. Dort singt man dann das Lied: »Endlich frei von Sünde, Tod und Teufel! Endlich frei!« Martin von der Mühlen
Frage
Ist Ihnen klar, dass es um mehr geht, als um äußere Freiheit?
Tipp
»Siehe, das ist die rechte … Freiheit, die das Herz frei macht.« (Martin Luther)
Bibellese
Galater 5,1-10

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