Samstag, 29. September 2001

Leitvers

Denn wir sind ein Wohlgeruch Christi für Gott
unter denen, die errettet werden,
und unter denen, die verlorengehen …

2. Korinther 2,15-16

Was wir riechen, ist nicht zu beschreiben

Was wir riechen, ist nicht zu beschreiben

Düfte erkennen wir treffsicher über Jahrzehnte hinweg wieder. Manche Gerüche erinnern uns an bestimmte Begebenheiten – sei es der Frühlingsduft nach Flieder, der leichte Salzgeruch der Nordseeluft oder der weihnachtlich duftende Gänsebraten. Riechen und Schmecken sind chemische Sinne. Duftmoleküle werden von Rezeptoren in der Nasenschleimhaut festgehalten. Diese verwandeln die Geruchsinformation in elektrische Impulse, um sie über den Riechkolben zum Gehirn weiterzuleiten. Wir können weit mehr als 10.000 Gerüche unterscheiden. Wie das Gehirn die Informationen decodiert, gehört zu den zentralen, aber schwierigsten ungelösten Fragen der Neurophysiologie. Die Vielzahl der wahrnehmbaren Gerüche steht in direktem Verhältnis zur Anzahl der dafür benötigten Gene. Es ist die bisher größte gefundene Genfamilie. Dieser große genetische Aufwand zeigt, wie schwierig es ist, die verschiedenen Gerüche zu messen. Jeder Mensch, mit Ausnahme eineiiger Zwillinge, hat einen individuellen Eigengeruch, der genetisch festgelegt ist. Das Neugeborene erkennt den Geruch seiner Mutter, und Erwachsene können zwischen männlichem und weiblichem Körpergeruch unterscheiden.
Paulus vergleicht die Verkündigung der Evangeliumsbotschaft mit einer Duftwolke, die über die Zuhörer hinweggeht. Ihre Wirkung ist jedoch höchst unterschiedlich. Ein Teil nimmt das Wort an, ihnen wird das Gesagte zum Heil – zum Geruch des Lebens zum (ewigen) Leben. Den Ablehnenden und Gleichgültigen wird dieselbe Botschaft zum Geruch des Todes zum Tode – also zur ewigen Verlorenheit. Rettung und Verlorensein liegen hauchdünn beieinander.

Werner Gitt


Frage
Wo finden Sie sich persönlich bezüglich des Evangeliums wieder?
Tipp
Treffen Sie die Entscheidung zum Leben!
Bibellese
Lukas 14,15-24

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