Sonntag, 30. September 2001

Leitvers

Gebt den Hungrigen zu essen …
Helft wo ihr könnt, und verschließt eure Augen
nicht vor den Nöten eurer Mitmenschen.

Jesaja 58,7

Eine Schande für die Menschheit

Eine Schande für die Menschheit

25% der Weltbevölkerung hungern. Jede Minute sterben 32 Kinder an Unterernährung. Jede Stunde fast 2.000 Kinder. Am Tag eine Stadt von 50.000 Kindern. Im Jahr über 17 Millionen Kinder. Jeden Tag werden 200.000 Menschen geboren, von denen wiederum 50.000 hungern werden. Zahlen, die einen fast erdrücken. Vor fünf Jahren sagte Jacques Diouf, Generaldirektor der UN-Landwirtschaftorganisation FAO, bei der Welternährungskonferenz in Rom: »An der Schwelle zum dritten Jahrtausend sieht die Welt das grundlegendste aller Menschenrechte immer noch bedroht: Freiheit vom Hunger … Wir haben die Mittel und das Wissen, um das Problem zu lösen. Fehlt es uns also am notwendigen Willen?« Eine berechtigte Frage. Sind Trockenheit, Dürre und Missernten das Problem Nummer eins? Mit der technischen und wissenschaftlichen Revolution zu Beginn unseres Jahrhunderts ist der Sieg über den Hunger zumindest vorstellbar. Aber warum gelingt er nicht? Warum hungern immer noch Hunderttausende von Menschen?
Sollte Diouf recht gehabt haben? Wollen viele von uns gar nicht helfen? Gott fordert uns durch Jesaja unmissverständlich auf: »Gebt dem Hungrigen zu essen!« Das muss in unser Herz gehen, das offenbar wenig Liebe hat und geizig und egoistisch ist.
Heute feiern wir Erntedank. Die Ähren, Kartoffeln und Trauben, die Gott wachsen lässt, sind Wunder. Keiner von uns kann ein Korn zum Wachsen bringen. An den Geber im Himmel zu glauben ist wichtig, denn nur die Beziehung zu ihm wird unser Herz verändern. Dann wollen wir helfen.

Markus Wäsch


Frage
Bin ich Gott dankbar für das, was er mir schenkt?
Tipp
Wer viel empfängt, darf ruhig auch selber ein großzügiger Geber sein!
Bibellese
Psalm 67

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