
Ich bin der Weinstock, ihr seid die Reben. Wer in mir bleibt und ich in ihm, der bringt viel Frucht; denn getrennt von mir könnt ihr nichts tun.
Johannes 15,5

Es ist Sonntagmorgen. Der Kaffee dampft. Der Tisch ist schön gedeckt. Die Kinder sind schick gemacht. Und - oh Wunder! - anstatt sich zu streiten, wie es an einem Sonntagmorgen durchaus mal geschieht, spielen sie friedlich zusammen. Das Esszimmer ist erfüllt vom Duft von frisch gebackenem Zopf.
Und dann - die Uhr klingelt. Die 30 Minuten Backzeit sind um. Der Zopf kann endlich aus dem Ofen geholt werden. Die Ofentür geht auf, meine Frau sieht den Zopf … und im nächsten Moment hören es alle: »NEIN! So ein Mist, die Hefe fehlt!«
Den Rest der Geschichte können Sie sich wahrscheinlich nur allzu gut vorstellen. Meine Kinder und ich versuchen, das Beste aus der Situation zu machen. Wir bemühen uns wirklich, diesen ungenießbaren Zopf herunterzuwürgen - und dabei dennoch zu lächeln. Wie erleichtert waren wir, als es schließlich hieß: »Ach, schmeißt mir diesen Zopf weg! Heute gibt es Kelloggs!«
Wer die Hefe beim Zopf vergisst, hat etwas Essenzielles weggelassen. Das Gebäck wird steinhart und ungenießbar - höchstens noch dazu dienlich, Nägel einzuhämmern. Dabei hat man »nur« etwas vergessen!
Wie viel tragischer ist es, wenn wir vergessen, Jesus in unser Leben »einzufügen«. Denn in diesem Fall leben wir ohne die entscheidende Zutat: »wahres Leben«. Wir verbittern an schweren Lebenssituationen und sehen keinen Sinn in der Tragik des Lebens. Anstatt »aufzugehen«, gehen wir innerlich ein. Somit fügen wir unserem Leben alles Mögliche hinzu - und merken doch, dass dies schlussendlich nicht die Essenz unseres Lebens sein kann. Jesus weiß das. Er weiß auch, dass Sie ihn brauchen. Deshalb sagt er: »Ich bin gekommen, damit sie das Leben haben und es im Überfluss haben» (Johannes 10,10b).

Welche Stellenwert geben Sie Jesus in Ihrem Leben?

Ein Leben im Überfluss ist ein Leben, in dem Jesus die Essenz ist.
