
Und der, welcher auf dem Thron saß, sprach: Siehe, ich mache alles neu.
Offenbarung 21,5

Zuletzt habe ich diesen Spruch in einer Anwaltskanzlei gesehen. Dort hing er als Wandspruch im Wartebereich - vielleicht als Trost für die dort wartenden Mandanten?
Oft genug wird dieser Satz gedankenlos dahingesagt. Dadurch verkommt diese Vorhersage zur hohlen Floskel ohne Inhalt. Die unangenehme Seite der Wirklichkeit bleibt unberücksichtigt. Denn wenn wir einmal etwas genauer über diesen Satz nachdenken, wird unser Unvermögen recht schnell klar:
»Alles« - das kann natürlich nicht das ganze Universum und seine zeitliche Ausdehnung umfassen. Denn niemand, der »alles« sagt, kann dieses »alles« auch überblicken. Daher geht es niemals um dieses »alles«, denn das übersteigt unsere menschliche Vorstellungskraft.
»wird« - dabei kann niemand die Zukunft vorhersehen! Auch wenn viele meinen, alles würde sich einfach immer wiederholen.
»gut« - Als Gott am Anfang auf seine Schöpfung sah, war (noch) alles sehr gut. Aber was ist daraus geworden? Wir Menschen haben uns von Beginn an Gott entzogen und in unserer Selbstsucht die Welt ins Verderben gerissen. Wie soll die Welt, wie sollen wir wieder »gut« werden?
Wenn wir Menschen sagen, dass alles gut wird, lehnen wir uns also sehr weit aus dem Fenster. Zu weit. Nur Gott kann diese böse Entwicklung wieder umkehren. In Jesus Christus hat er uns die Tür zu dieser Umkehr geöffnet. Wer an ihn und seinen stellvertretenden Tod am Kreuz glaubt, kann mit Blick auf die Ewigkeit mit Fug und Recht behaupten, dass für ihn alles gut werden wird. Und für die Menschen, die diesen Weg der Umkehr beschreiten, wird Gott auch am Ende der Tage die verderbte Schöpfung durch eine neue, wirklich gute Schöpfung ersetzen. Denn dann macht er alles neu.

Womit verschaffen Sie sich eine hoffnungsvolle Perspektive auf die Zukunft?

Was Gott macht, ist wirklich gut.
