Dienstag, 30. Dezember 2008

Leitvers

Liebt eure Feinde und tut Gutes ... und ihr werdet Söhne des Höchsten sein; denn er ist gütig gegen die Undankbaren und Bösen.
Lukas 7,35

Eine Christenheit ohne Liebe

Eine Christenheit ohne Liebe

Niemand hat dem jüdischen Volk im Lauf der letzten 2000 Jahre mehr Leid zugefügt als die Christenheit. Besonders, als die Kirche im Mittelalter in Europa die führende und politische Macht war, erlitten die »Mörder Christi«, wie man die Juden nannte, öffentliche Diskriminierungen, staatliche Benachteiligungen, Enteignungen, Vertreibungen, Plünderungen bis hin zu Massenhinrichtungen und blutigen Pogromen. Als seit dem 18. Jahrhundert die Bedeutung der Religion nachließ, trat an die Stelle der religiösen Feindschaft der Rassenwahn des Antisemitismus, der schließlich unter Adolf Hitler alles bisherige Unheil übertraf.
Die Christenheit war der Meinung, dass Gott das Volk Israel verworfen habe, weshalb man sich berechtigt oder gar verpflichtet fühlte, die Juden zu verfolgen. Und es ist bezeichnend, dass der Vatikan erst am 30.12.1993, heute vor 15 Jahren, in einem Grundlagenvertrag mit Israel als Staat diplomatische Beziehungen aufgenommen und sich verpflichtet hat, alle Formen des Antisemitismus zu bekämpfen.
Hätte man sich vorurteilsfrei stets nach der Bibel gerichtet, hätte man leicht feststellen können, dass Gott sein irdisches Volk durchaus nicht endgültig verworfen hat, und man hätte das Liebesgebot Jesu, das sogar Feinde mit einbezieht, nicht gröblichst verletzt. Hat Gott nicht in seiner Liebe zu uns seinen Sohn Jesus Christus selbst für den bösesten Menschen hingegeben? Beantworten wir doch seine Liebe im Glauben an Jesus Christus durch Liebe gegenüber seinem irdischen Volk.

Gerhard Jordy


Frage
Warum wohl schlägt diesem um seine schlichte Existenz ringenden Volk so viel Feindschaft aus der ganzen Welt entgegen?
Tipp
Wir sollten uns in unserem Verhältnis zu Israel am Urteil der Bibel orientieren.
Bibellese
Römer 9,1-8; 10,19 - 11,7

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