Mittwoch, 30. Dezember 2009

Leitvers
Und gedenke deines Schöpfers in den Tagen deiner Jugendzeit, ehe die Tage des Übels kommen, und die Jahre herannahen, von welchen du sagen wirst: Ich habe kein Gefallen an ihnen.

Prediger 12,1

»Gott ist in!«

»Gott ist in!«

Zum Jahresende 2007 erschienen besonders viele Bücher und Aufsätze, die sich mit der Frage nach Gott beschäftigten. Einer der Herausgeber der FAZ gab eine interessante Erklärung dafür. Die Alterung unserer Gesellschaft sei die Hauptursache. In nicht mehr als 12 Jahren wird bei uns nämlich der Anteil der Menschen über 60 Jahren auf ein Drittel gestiegen sein.
Immer mehr Leute kommen in eine Lebenslage, in der die Frage nach dem Tod mit jedem Tag dringender, ja unausweichlich wird. Das führt zu einer weiteren Frage, nämlich der nach dem Sinn des eigenen Lebens. Die Menschen können nicht darauf hoffen, dass es sich um eine vorübergehende Erscheinung handelt. Im Gegenteil, jeder Tag verschärft die Situation, denn jedermann kann wie an einer Sanduhr ablesen, wie die Tage des eigenen Lebens verrinnen. Eigentlich wäre es an der Zeit zu sagen: »Jetzt muss Rat geschaffen werden. Was ist, wenn für mich die Stunde des Abschieds da ist?«
Leider finden viele Alte den Weg zu Gott nicht mehr. Zu viel hat sich in ihrem Leben verfestigt. Die Wagenspuren, in denen ihr Leben verläuft, sind so tief, dass ein Herauskommen unmöglich zu sein scheint. Schuld und Versagen belastet die Erinnerung. Daran möchte man nicht rühren. Und was werden die Leute sagen, wenn man plötzlich sein Leben ändert? Trotzdem ergeht an sie alle der Ruf: »Lasst euch versöhnen mit Gott!« Gott lädt weiter ein, nicht nur die Jungen, sondern auch die Altgewordenen. Gerade sie können die große Erfahrung machen, wie durch die Gnade Gottes ein lange währendes Leben neu geordnet und ausgerichtet wird und die Fesseln der Todesfurcht endgültig fallen.

Karl-Otto Herhaus


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Matthäus 11,16-24

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