Donnerstag, 31. März 2005

Leitvers

Dem HERRN gefiel es, ihn (Christus) zu zerschlagen.
Er hat ihn leiden lassen.

Jesaja 53,10

Das ging unter die Haut!

Das ging unter die Haut!

Er war Reichsgraf, jung, überaus vermögend und intelligent, und jeder hätte ihm eine großartige Diplomatenlaufbahn vorausgesagt, als er auf der Reise von Paris in Düsseldorf eine Galerie besuchte und dort ein Bild von dem gekreuzigten Christus sah. Darunter stand der Satz: »Das tat ich für dich; was tust du für mich?« Diese Frage ging ihm durch und durch und ließ Nikolaus Graf von Zinzendorf nicht wieder los.
Er gab seine Karriere dran und nahm statt dessen in Böhmen verfolgte Gläubige in seinen Gütern auf. Mit ihnen gründete er »Herrnhut«. Die daraus entstandene Herrnhuter Brüdergemeinde gibt es heute noch und ist durch ihr Losungsbuch weltweit bekannt geworden.
Auch die gesamte Missionsgeschichte der Neuzeit ist von dort ausgegangen. Herrnhuter Missionare gab es bereits in vielen Teilen der Erde, als niemand sonst an so etwas dachte. Wir alle haben schon Bilder von dem gekreuzigten Christus gesehen. Welche Reaktionen haben sie bei uns ausgelöst? Gar keine? Oder haben wir uns davon abgewendet, weil wir meinen, heutzutage dürfe man uns nicht mehr mit solchen schrecklichen Anblicken kommen? Im Kino und am Computer kann es ruhig scheußlich zugehen; aber ansonsten sind wir Ästheten.
Wir sollten uns einmal fragen, was Gott von uns hält, wenn wir das Opfer seines Sohnes so geringschätzig behandeln, das er für unerlässlich hielt, weil er weiß, wie traurig es in Wirklichkeit um uns bestellt ist, und dass es gar keine andere Rettung für uns gibt. Nur der gekreuzigte Christus kann uns mit Gott versöhnen, und er ist es wert, dass wir ihm von ganzem Herzen und mit der Tat dafür danken.

Jan Eveleens


Frage
Was machen Sie mit dem Gekreuzigten?
Tipp
Bei Gott zählt nichts anderes.
Bibellese
Lukas 21,20-28

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