Sonntag, 02. Januar 2000

Leitvers

Und viele falsche Propheten werden aufstehen
und werden viele verführen.

Matthäus 24,11

2000

2000

2000 - das Schicksalsjahr! - wird man auf den einschlägigen (nicht billigen) Büchern lesen, die uns die verschiedenen für dieses Jahr zu erwartenden Prophezeiungen nahebringen wollen. Besonders augenfällig sind die in einem Schicksalsjahr obligatorischen Naturkatastrophen, Kriege und das Ableben einflußreicher Persönlichkeiten.
Ob »Schicksalsjahr« oder nicht, mir scheint, die »Prophezeiungen« haben immer dasselbe Strickmuster: 1998 hätten Papst Johannes Paul II, Yassir Arafat und Michael Jackson sterben sollen. 1998 ist den Zukunftsprognosen entsprechend das Jahr des 3. Weltkrieges mit fast 2 Mrd. Toten gewesen! Nostradamus, Starastrologen und ihre Sterne, westliche und östliche »Seher« werden jährlich für die Zusammenstellung solcher Werke bemüht.
Beim Durchblättern dieser trendig aufgemachten Bücher überkommen mich jedes Jahr wieder zwei Gedanken. Erstens, es geht ums Geld! Nicht die Zukunft, sondern hohe Verkaufszahlen sind wichtig. Zweitens, die »Prophezeiungen« treffen nicht ein. Und genau das ist das Kennzeichen von einem »falschen Propheten« (5. Mose 18,21-22).
Ende 1998 ist das Ergebnis einer Untersuchung des Heidelberger Soziologen Edgar Wunder in einer österreichischen Tageszeitung veröffentlicht worden. Er hat 68 Prognosen für 1998 von 21 bekannten Zukunftsdeutern unter die Lupe genommen. Von den Prognosen, die sie abgegeben haben, ist nicht e i n e eingetroffen. 2000 - das Schicksalsjahr! Reden wir doch am 1.1.2001 weiter, und dabei werten wir gleich die Trefferquoten der »Propheten« aus.

Günter Neumayer


Frage
Was halten Sie von der Trefferquote der Wahrsager?
Tipp
Wir wollen nicht hinter den Vorhang schauen, mit dem Gott die Zukunft absichtlich verborgen hat.
Bibellese
Psalm 138

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