Mittwoch, 02. September 2009

Leitvers

Da trat Elia zu dem ganzen Volke hin und sprach: Wie lange hinkt ihr auf beiden Seiten? Wenn der Herr der (wahre) Gott ist, so folgt ihm nach; wenn aber der Baal, so folgt ihm nach!
1. Könige 18,21

Der Kampf um die Mitte

Der Kampf um die Mitte

Wer im Bundestagswahlkampf 2009 siegen will, muss »die Mitte« gewinnen. Viele Politiker treten deshalb an zum »Kampf um die Mitte«. Doch »allen Leuten recht getan, ist eine Kunst, die niemand kann«. Kann man dem einen Teil der Wähler dieses versprechen und dem andern das Gegenteil? Das passiert häufig genug. Große politische Verrenkungen werden gemacht, um ganz verschiedene Interessengruppen zu gewinnen. Das ist nicht von vornherein schlecht, aber es gibt auch Grenzen, nämlich dann, wenn es auf Kosten der Wahrheit geschieht. Das gilt nicht nur für die Politik, sondern für alle Lebensbereiche, auch für Christen.
Kann das Evangelium noch eine frohe Botschaft heißen, wenn der dunkle Hintergrund, das Verlorensein des natürlichen Menschen verschwiegen wird? Wer von der Erlösungstat Jesu Christi reden will, muss von der Versklavung der Menschen an die Sünde reden. Das eine ist nicht ohne das andere zu haben. Die Grenze gilt aber auch für das Leben des einzelnen Christen. Manch einer meint, ein guter Christ sein zu können und trotzdem in allem so denken und handeln zu dürfen wie die Gottlosen um ihn herum. Glaubwürdig ist er so nicht, sondern nur dann, wenn er seinem Reden auch das entsprechende Handeln folgen lässt. Darin unterscheidet er sich übrigens in nichts von einem Politiker. Wenn der unter »sich mittig zu positionieren« versteht, auf moralische Eindeutigkeit im Leben verzichten zu können, wird er auf Dauer kein Vertrauen finden. Und Gott findet das bei Christen gar nicht gut. »Hinken auf beiden Seiten« nennt er das. Noch deutlicher sagt er, was er von Lauheit hält, er findet sie zum Ausspucken (Offenbarung 3,16).

Karl-Otto Herhaus


Frage
Was braucht man, wenn man eindeutig sein will?
Tipp
Ganz nahe bei Christus bleiben!
Bibellese
1. Timotheus 2,8-13

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