Sonntag, 03. Juni 2007

Leitvers

Ohne Glauben aber ist es unmöglich, ihm wohlzugefallen; denn wer Gott naht, muss glauben, dass er ist, und denen, die ihn suchen, ein Belohner ist.
Hebräer 11,6

Wer hat sein Leben fest im Griff?

Wer hat sein Leben fest im Griff?

In einer Erzählung heißt es, dass ein Mensch hoch hinauf in die Berge kletterte. Plötzlich stürzte er in eine tiefe Schlucht. Beim Absturz konnte er sich gerade noch an einem Zweig festhalten. Dort hing er über einer mehrere hundert Meter tiefen Schlucht. Voller Angst sah er den winzigen Zweig und unter sich den riesigen Abgrund. Er spürte, wie seine Kräfte nachließen. In seiner Todesangst, schrie er zu Gott: »Gott, wenn es dich gibt, rette mich, und ich will an dich glauben!« Nach einer Weile hörte er eine mächtige Stimme: »Das sagen alle Menschen, wenn sie in großer Not sind.« - »Nein, Gott«, rief der Mann, »ich bin nicht wie die anderen, ich will wirklich an dich glauben: Hilf mir doch, bitte!« - »Gut, ich werde dich retten«, ertönte die Stimme. »Lass den Zweig los, ich werde dich auffangen und bewahren!« Hatte er richtig gehört, den Zweig los lassen? »Bin ich verrückt, mein Leben hängt an diesem Zweig!«, schrie der verzweifelte Mann.
Als ich diese Geschichte las, kam mir der Gedanke: Wer sein Leben fest im Griff hat, den kann Gott nicht in den Griff bekommen. Und wen Gott in den Griff bekommt, der lässt sein Leben los. Dieser verzweifelte Wandersmann hatte eigentlich nur noch eine Überlebenschance: Loslassen, um in Gottes Hände zu fallen. Wenn ich ehrlich bin, stand dieser Mann vor der größten Herausforderung seines Lebens. Warum? Paulus formuliert es so: »Der Glaube aber ist eine Verwirklichung dessen, was man hofft, ein Überzeugtsein von Dingen, die man nicht sieht.«
Glauben bedeutet nicht nur, Gott und sein Wort für wahr halten. Glauben heißt, eine innere Überzeugung zur Tat werden zu lassen. Glauben heißt handeln und tun!

Bodo Ammenhäuser


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Rechnen Sie in Ihrem Alltag mit Gottes Möglichkeiten?
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Wir blockieren oft Gottes Möglichkeiten durch unsere Vernunft!
Bibellese
Matthäus 19,16-30

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