Freitag, 05. Dezember 2003

Leitvers

Alles ist erlaubt, aber nicht alles ist nützlich.
1. Korinther 10,23

Vergebliche Verbote

Vergebliche Verbote

1919 erreichten es US-amerikanische Bürgerbewegungen, die schon seit Jahrzehnten gegen den Genuss von alkoholischen Getränken kämpften, dass der Kongress Herstellung, Einfuhr und Verkauf alkoholischer Getränke in den Vereinigten Staaten verbot, um Schaden von der Bevölkerung abzuwenden. Es war das berüchtigte Prohibitions-Gesetz (von lat. prohibitio = Verhinderung). Sicherlich war und ist Alkohol die gefährlichste Droge der Welt, weil sie so verbreitet ist. Aber die US-Regierung musste bald einsehen, dass es unmöglich war, das in Verfassungsrang erhobene Verbot durchzusetzen. Im Gegenteil, Schmuggel und andere Kriminalität nahmen sprunghaft zu, Polizei, Verwaltung und Politiker wurden korrumpiert; es war die Zeit des Al Capone. So hob man in der Weltwirtschaftskrise um lockender Steuereinnahmen willen die Prohibition wieder auf. Das war heute vor 70 Jahren.
Deutlich hatte sich gezeigt, dass sich der Mensch durch Verbote nicht verbessern lässt, auch wenn sie noch so gut gemeint sind. Der natürliche Mensch will die Leere seiner Seele füllen, und am augenscheinlichsten wird das bei den Drogen, die den Menschen bis in die Selbstvernichtung treiben. Aber »abhängig« von den Dingen des Konsumangebots sind die meisten Menschen, und gewiss nehmen heute mehr Menschen an der »Droge Unterhaltung« seelischen Schaden als Drogenabhängige an körperlicher Gesundheit. Befreien von allem, was uns zuschanden macht, kann nur Gott durch Jesus Christus. Wer ihn als Herrn angenommen hat und von seinem Heiligen Geist geleitet wird, kann die verlockendsten Angebote mit Gelassenheit betrachten. Er weiß um das Wichtigste in seinem Leben, sein Verhältnis zu Gott.

Gerhard Jordy


Frage
Kreisen Ihre Gedanken um etwas, was Sie »unbedingt noch haben müssen«?
Tipp
Wenn es der Friede mit Gott ist, ist alles in Ordnung.
Bibellese
Jesaja 5,1.22-24

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