Mittwoch, 05. Dezember 2007

Leitvers

Preist, ihr Völker, unseren Gott ... Stimmt dem HERRN ein Danklied an!
Psalm 66,8; 147,7

Der Choral auf dem Schlachtfeld

Der Choral auf dem Schlachtfeld

»Das passt doch nicht zusammen«, werden wohl viele Leser zu einer solchen Überschrift sagen. Zuerst Krieg, Gewalt, Töten in der Schlacht - schon dieser Ausdruck »Schlacht« ist bezeichnend grausam - und danach ein frommes Lied. Ist das nicht Heuchelei? Aber mit unseren erst nach zwei Weltkriegen gewonnenen Ansichten können wir dem 18. Jahrhundert und dem Siebenjährigen Krieg nicht gerecht werden und den vielen, meistens in den Dienst gepressten Soldaten, schon gar nicht. Der Krieg war ein immer wiederkehrendes Geschehen, das die Mächtigen als »Fortsetzung der Politik mit anderen Mitteln« betrachteten.
Eingekreist und bekämpft von drei Großmächten, Österreich, Frankreich und Russland, hatte das Preußen Friedrichs des Großen im Dezember 1757 ein schwieriges Jahr hinter sich, und heute vor 250 Jahren stand in der Schlacht von Leuthen in Schlesien alles auf des Messers Schneide: Sieg oder Untergang. Dass Friedrich durch seine geschickte Führung gegenüber einer österreichischen Übermacht den größten Sieg seiner Feldherrnkunst erfocht, war damals der entscheidende Befreiungsschlag, der seinen Staat rettete.
Können wir verstehen, dass bei der abendlichen Verfolgung des geschlagenen Gegners die preußischen Soldaten dankbar waren? Sie hatten überlebt und sogar gesiegt! Und so stimmte aus den Reihen der müden Grenadiere einer ein Danklied an, in das Tausende einstimmten: »Nun danket alle Gott / mit Herzen, Mund und Händen ...« Sie dankten ihrem Schöpfer, der allein Leben erhalten kann. Um wie viel mehr müssten wir im Frieden unserer Zeit und unseres Landes Gott dankbar sein, noch dankbarer aber für seine uns in Jesus Christus erwiesene Liebe!

Gerhard Jordy


Frage
Denken wir manchmal darüber nach, für was wir Gott und Menschen zu danken haben?
Tipp
Wir sollten uns fragen, wie wir unserer Dankbarkeit jeweils Ausdruck geben könnten!
Bibellese
Lukas 17,11-19

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