
Wenn Gott in seiner Gnade Gaben gibt oder jemand beruft, macht er das nicht rückgängig.
Römer 11,29

Es war die letzte Kindergartenwoche unseres Enkels. Am Mittwoch, dem Enkeltag bei Oma und Opa, holten wir ihn das letzte Mal vom Kindergarten ab. Nach den Ferien würde er als Schulkind starten. Zur Feier des Tages gab es ausnahmsweise kein Mittagessen von Oma, sondern er durfte sich aussuchen, ob wir einen Döner oder eine Portion Pommes essen gehen würden. Er wählte die Pommesbude. Während wir auf unser Essen warteten, erzählte meine Frau dem Inhaber, dass sich unser Enkel zur Feier seines Kindergarten-Abschlusses seinen Stand ausgesucht hatte. Der Budenbesitzer freute sich so sehr über diese Entscheidung, dass sich unser Enkel eine Getränkedose als Geschenk aussuchen durfte. Überglücklich wählte er eine Dose Fanta.
Nachdem wir genüsslich die Pommes verzehrt hatten, zahlten wir unser Essen und wollten gehen. Unser Enkel hatte die leere Dose noch in der Hand, als der Budenbesitzer sie gern zurückhaben wollte, da schließlich Pfand darauf sei. »Ich weiß«, erwiderte unser Enkel nur und behielt die Dose. Da überlegte der Inhaber kurz und entgegnete: »Du hast recht - Geschenkt ist geschenkt!«
Zu Hause haben wir darüber nachgedacht, dass Gott uns die Erlösung auch geschenkt hat. Jesus hat mit seinem Opfertod am Kreuz unsere Rettung vollbracht. Wir können sie annehmen, aber nichts dafür bzw. dazu tun. Gleichzeitig ist es ein echtes Geschenk: Es wird niemals von uns zurückgefordert werden. Wir dürfen dieses Geschenk für immer behalten - genauso wie unser Enkel die Dose.
Obendrein schenkt Gott uns auch Gaben, von denen im Tagesvers die Rede ist. Sie sind das Pfand der »Rettungsdose«: Wir dürfen sie einsetzen, um anderen Gutes zu tun und Gottes Handeln widerzuspiegeln. Doch alles beginnt mit Gottes Geschenk.

Haben Sie dieses Geschenk Gottes schon angenommen?

Gott will uns ein Leben in Klarheit und Freude schenken.
