
Senke meine Tritte ein in deine Fußstapfen, damit mein Gang nicht wankend sei!
Psalm 17,5

Unser Sohn soll die Hühnereier aus dem Stall holen. Schnell flitzt er hinaus, doch schon nach kurzer Zeit höre ich ein schuldbewusstes »Oh nein!«: Ihm sind einige Eier aus dem Sammeleimer zu Boden gefallen und zu Bruch gegangen. Auf Nachfrage gibt er zu, in Papas Schuhen gestolpert zu sein. Das ärgert mich: In zu großen Schuhen stolpert man leicht, das weiß doch jedes Kind - auch unser Sohn! Nun muss ich doch noch los, um Eier zu kaufen.
In meinem Unmut fällt mir der obige Tagesvers ein. In Gottes Fußstapfen gehen? Die sind uns doch erst recht viel zu groß! Dennoch betet der Psalmist darum, nicht nur in Gottes Schritten gehen zu dürfen, sondern sogar fest darin verankert zu sein.
Doch was ist damit gemeint? Anders als bei unserem Sohn geht es nicht um unpassendes, weil zu großes Schuhwerk, sondern darum, Gottes Spuren zu folgen. Er hat in der Bibel einen Weg für uns, für jeden Einzelnen, vorgezeichnet, dem wir getrost folgen können. Das ist ungeheuer wichtig. Denn unsere Welt bietet so viele Richtungen, Ideen und Ablenkungen an, dass man schnell den Überblick verliert: Wohin führt mein Lebensweg? Sehr oft bin ich schon in einer Sackgasse gelandet, habe Hinweisschilder ignoriert und mich dabei verirrt und festgefahren.
Die Bibel ist Gottes »Atlas« für uns: Gott hat uns diese seine Worte gegeben und offenbart uns die Ziele verschiedener Lebenswege. Gleichzeitig stellt er uns seine Weisungen vor, die immer ein gutes Ziel haben. Da er den Überblick über die verschiedenen Lebenswege hat, möchte er uns durch seine liebevoll vorgegebene Spur vor Abwegen und Verirrungen bewahren. Auf seinem Weg kann mein Schritt festbleiben, sodass ich nicht stolpern und fallen muss. Hier habe ich die Garantie, anzukommen.

Woran orientieren Sie sich, wenn Sie Entscheidungen fällen?

Fragen Sie Gott bei anstehenden Entscheidungen um Rat!
