
Ich bin nicht gekommen, Gerechte zu rufen, sondern Sünder.
Markus 2,17

Ich erinnere mich noch gut an eine Bergtour auf einen Dreitausender. Ich war ziemlich sicher, dass meine Kondition für den fünfstündigen Aufstieg ausreichen würde. Doch je näher wir dem Gipfelkreuz kamen, desto schwerer fiel mir das Atmen. Eine gute Pause sollte mich stärken. Doch beim Abstieg kam die Ernüchterung: Alle paar hundert Meter musste ich eine Rast einlegen, und nur mit Müh und Not konnte ich den Ausgangspunkt erreichen. Danach waren meine Muskeln weich wie Pudding. Ich musste die Realität meiner schlechten körperlichen Fitness akzeptieren.
So wird uns in verschiedenen Situationen die Realität manchmal ziemlich unsanft vor Augen geführt: Studenten oder Fahrschüler fallen bei einer Prüfung durch, weil sie zu wenig gelernt haben. Im Arztgespräch wird der Krebszellenbefunde offenbar. Die Kündigung wird vollstreckt.
Ähnlich kann es uns gehen, wenn wir hören, was Gott über uns Menschen zu sagen hat. Denn er erklärt uns in seinem Wort, wie wir tatsächlich sind. So übermittelt uns der Evangelist Markus ernste Worte von Jesus: »Denn von innen aus dem Herzen der Menschen kommen die bösen Gedanken hervor: Unzucht, Dieberei, Mord,?Ehebruch, Habsucht, Bosheit, Arglist, Ausschweifung, Neid, Lästerung, Hochmut, Torheit;?alle diese bösen Dinge kommen von innen heraus und verunreinigen den Menschen« (Markus 7,21-23).
Warum verletzen wir andere? Warum ist es so schwierig, gute Beziehungen aufrechtzuerhalten? Warum ist es schwer, das Richtige zu tun? Weil jeder von uns ein Problem im Herzen hat: »Sünde«. Deshalb brauchen wir Jesus: Er liebt uns und will uns retten. Einzig aus diesem Grund ist der Sohn Gottes auf die Erde gekommen und Mensch geworden. Er ruft nicht die Gerechten, sondern die Sünder!

Welche unsanften Realitäten wurde Ihnen schon vor Augen geführt?

Nehmen Sie bitte den Befund Gottes über Ihr Leben ernst!
