Freitag, 14. Januar 2000

Leitvers

Und wir geben in keiner Sache irgendeinen Anstoß,
damit der Dienst nicht verlästert werde.

2. Korinther 6,3

Niemals Feierabend?

Niemals Feierabend?


Eines ist mir bereits während der Ausbildung bewußt geworden: Ein Sparkassenmitarbeiter ist niemals außer Dienst! Wohin ich auch komme, jeder möchte Tips zur idealen Geldanlage oder zum billigsten Baudarlehen haben. Aber nicht nur das. Die Kunden erwarten von »ihrem« Berater auch in der Freizeit ein korrektes Benehmen. Bereits ein kleines Fehlverhalten kann hier Schaden anrichten. Ein Beispiel: Ich ärgere mich darüber, daß mir jemand bei der Fahrt zum Einkaufen die Vorfahrt nimmt. Gebe ich dem anderen durch ein unbeherrschtes, aber eindeutiges Handzeichen zu verstehen, was ich von seinen Fahrkünsten halte, kann das Auswirkungen haben. Nämlich dann, wenn sich »mein Gegner« als Kunde entpuppt, dem ich morgen wieder als Berater gegenüberstehe. Wie wird er reagieren? In vielen Fällen wird er nicht nur einen Bogen um mich machen, sondern seine Erfahrung auf die ganze Institution Sparkasse übertragen. Das Image der Sparkasse wird bei ihm Schaden nehmen - obwohl die Qualität des Angebots unverändert geblieben ist.
Bei mir ist es umgekehrt: Ich habe viele gute Erfahrungen mit meinem Arbeitgeber gemacht. Darum bin ich bemüht, solche Entwicklungen zu vermeiden - nicht nur während der Arbeitszeit, sondern auch darüber hinaus.
Doch eines ist mir noch wichtiger: Dass niemand an Gottes einzigartigem Angebot vorbeigeht, weil er einmal eine negative Erfahrung mit seinem Bodenpersonal gemacht hat. Denn mehr noch als das Image der Sparkasse beschmutze ich das Image Gottes, wenn mein Leben als Christ unglaubwürdig ist. Ich möchte heute danach streben, niemandem ein Anlaß zu sein, über Gott schlecht zu denken.

Andreas Droese
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Frage
Worauf gründen Sie Ihr Bild von Gott - auf die Qualität seines einzigartigen Angebotes an Sie oder auf eine einzelne abschreckende Erfahrung mit einem schlechten Werbeträger?
Tipp
Prüfen Sie, ob Ihr Bild von Gott mit der Realität übereinstimmt.
Bibellese
1. Timotheus 1,1-11

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