
Mein Kind, fasse Mut! Deine Schuld ist vergeben.
Matthäus 9,2

Im neunten Kapitel des Matthäusevangeliums werden uns u. a. zwei wundersame Heilungen beschrieben, die durch Jesus Christus bewirkt werden. Zum einen finden wir einen Gelähmten. Er ist in einer ausweglosen Lage. Er kann sich selbst nicht fortbewegen, keiner Arbeit nachgehen, nicht mehr am Leben teilnehmen. Er hat keine Aussicht auf Besserung. Zum anderen finden wir eine Frau, die über zwölf Jahre an einem Blutfluss erkrankt war, und niemand konnte ihr helfen. Es ist nicht zu erkennen, ob diese beiden sich kannten, aber beide hatten gemeinsam, dass sie in Not waren.
Wie gehen diese beiden Menschen mit ihrer Not um? Sie hätten sich verbittert zurückziehen können. Aber sie suchen die Nähe Jesu, von dem sie gehört hatten und der ihnen Hoffnung gab. Der Gelähmte wird nicht gegen seinen Willen zu Jesus gebracht worden sein, und die kranke Frau suchte ebenfalls ganz bewusst die Gegenwart Jesu, wenn auch zaghaft.
Doch es erfordert Mut, mit der Not des eigenen Lebens, mit Versagen und Schuld in die Gegenwart Jesu zu kommen, statt im Verborgenen zu bleiben. Denn in der Gegenwart Jesu wird alles offenbar.
Jesus spricht dem verzweifelten Gelähmten hier Mut zu. Dabei geht es - noch nicht - um seine körperliche Heilung, sondern um seine Sünden, seine Lebensschuld. Fasse Mut: Wenn du damit zu Jesus kommst und dein Vertrauen auf ihn setzt, wird deine Schuld vergeben. Auch der kranken Frau spricht er dasselbe zu: Nur Mut, meine Tochter!
Es ist oft die Feigheit vor den schmerzlichen Wahrheiten des eigenen Lebens, die uns in der Jesus-Ferne verharren lassen. Deswegen ist der klare Schritt auf Jesus zu für unseren Stolz so schwer. Aber wenn wir nicht zu ihm kommen, bleibt die Chance auf Vergebung eine Illusion.


Fassen Sie Mut - Jesus wartet auf Sie!
