Dienstag, 14. Dezember 1999

Leitvers

Und es geschah so. Und Gott sah alles, was er gemacht hatte,
und siehe, es war sehr gut.

1. Mose 1,31

Wissenschaft / Technik

Die Natur ist wertvoll!

Für die alten Griechen war die Materie nicht nur ewig (und daher unabhängig von Gott), sondern an sich selbst auch übel, unrein. Deshalb glaubten sie oft, dass nicht der höchste Gott die Dinge aus der Materie gemacht hätte, sondern eine niedrigere Gottheit. Auch der Grieche selbst wollte sich deshalb nicht mit der Materie einlassen; Handarbeit wurde verachtet und den Sklaven überlassen. Somit konnte bei den Griechen auch keine experimentelle Forschung entstehen, weil das nur unter direkter Berührung mit der Materie möglich gewesen wäre.
Die Bibel aber zeigt, dass die Materie nicht ewig, sondern von dem höchsten Gott geschaffen ist, und dass die (materielle) Schöpfung vor dem Sündenfall nicht unrein, sondern gerade »sehr gut« war. Auch Handarbeit wird deshalb in der Bibel nicht verachtet, sondern eben hoch geschätzt. Der Herr Jesus was Zimmermann, Petrus war Fischer, Paulus Zeltmacher.
In der Reformationszeit haben Christen die Arbeit wieder besonders hervorgehoben, und dadurch konnte sich auch die wissenschaftliche Forschung entwickeln. Arbeit ist der Schöpfungsauftrag Gottes, sowohl vor als nach dem Sündenfall (1. Mose 1,28; 2,15; 3,23). So führte Luther bewusst das Wort »Beruf« ein, das er von »Berufung« ableitete. Unsere Berufsarbeit ist Teil unserer göttlichen Berufung, und nicht nur ausschließlich eine Methode, Geld zu verdienen. Dabei macht es grundsätzlich nichts aus, ob man Fischer, Förster oder Forscher ist, so lange man sich in der Arbeit von Gott berufen weiß. Willem J. Ouweneel
Frage
Inwieweit verstehen Sie Ihre tagtägliche Arbeit - »schlicht« oder »erhaben« - als Teil des göttlichen Auftrags für Ihr Leben?
Tipp
Stellen Sie für sich selbst fest, inwieweit Ihre Berufsarbeit (mit) zur Förderung des Reiches Gottes dienen kann.
Bibellese
Jesaja 45,9-17

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