Samstag, 15. April 2000

Leitvers

Jeder tat, was recht war in seinen Augen.
Richter 21,25

»Der Mensch ist, wozu er sich macht.«

»Der Mensch ist, wozu er sich macht.«

Das war für den heute vor genau 20 Jahren gestorbenen französischen Philosophen Jean-Paul Sartre der erste Grundsatz des Existentialismus, den er vertrat. Was meinte er nun genau damit?
Für ihn steht die Existenz des Menschen an allererster Stelle. Von diesem Punkt geht er aus. Der Mensch begegnet sich dann selbst, indem er sich seiner bewusst wird, worauf als dritter Schritt sein »Auftauchen« in der Welt folgt, indem er sich als Teil von ihr begreift. Schließlich schafft er sich durch sein freies Handeln selbst einen Lebenssinn (siehe Überschrift).
Daraus folgt erstens, dass der Mensch eine große Verantwortung trägt, sich und die Zukunft durch engagiertes Handeln zu gestalten, und zweitens, dass es keine zeitlos gültigen Werte gibt. Auf eine Formel gebracht heißt das, der Mensch ist sein eigener Maßstab; er selbst setzt die Werte durch sein Handeln.
Wie ganz anders als der Atheist Sartre schreibt doch die Bibel über die Bestimmung des Menschen: Am Anfang ist Gott und er gibt dem Menschen sein Wesen vor. Gottes Plan war es, zu dem Menschen eine vertraute Beziehung zu haben. Diese Vorstellung hatte er und daraufhin schuf er ihn. Erst kam die Bestimmung, dann die Existenz. Wir, seine Geschöpfe, wollten uns aber nicht bestimmen lassen, sondern zogen es vor, unser Leben selbst in die Hand zu nehmen. Daraus ist dann eine endlose Menge von Gewalttätigkeiten und Ungerechtigkeiten hervorgegangen, unter der die Menschheit seither seufzt. Wie gut, dass es für den Einzelnen eine Möglichkeit zurück zu Gott gibt.

Carsten Müller


Frage
Wovon leite ich meine Handlungsweisen ab?
Tipp
Ich will mir einmal Gedanken darüber machen, ob es nicht doch besser ist, im täglichen Tun auf Gott zu hören.
Bibellese
Markus 14,43-52

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