
Wehe denen, die Böses gut und Gutes böse nennen, die Finsternis zu Licht und Licht zu Finsternis erklären, die Bitteres süß und Süßes bitter nennen!
Jesaja 5,20

In diesen Tagen ging ein Thema durch die Medien, das mich beschäftigt: Ein Chefarzt der Frauenklinik am Klinikum Lippstadt klagte vor dem Landesarbeitsgericht gegen eine Dienstanweisung seines kirchlichen Arbeitgebers. Denn dieser untersagte ihm, Schwangerschaftsabbrüche durchzuführen. Viele feierten ihn anschließend als mutigen Kämpfer für Frauenrechte und ärztliche Freiheit. Dabei geht es doch um das Recht des ungeborenen Lebens, das keine Stimme hat.
Wenn von einem »Recht auf Abbruch« gesprochen wird, klingt das nüchtern und sachlich. Doch dahinter steht die Tatsache, dass ein menschliches Leben beendet wird. Das darf man nicht einfach ausblenden. Vor dem Gericht haben Hunderte demonstriert. Auf Plakaten stand: »Mein Körper ist kein Kirchengut«, oder: »Abbruch ist Frauenrecht«. Viele sehen in der Klage ein wichtiges Statement für mehr Selbstbestimmung. Doch darf sie auch das Leben eines anderen Menschen auslöschen?
Damit Sie mich richtig verstehen: Frauen in schwierigen Situationen brauchen Unterstützung, Mitgefühl und konkrete Hilfe. Niemand sollte mit Angst oder Druck alleingelassen werden. Aber es bleibt die Frage: Was hilft in dieser Situation wirklich? Ist das ungeborene Kind das Problem, oder sind es nicht vielmehr die Umstände?
Jeder Mensch - auch der ungeborene - hat nach christlichem Verständnis eine unverlierbare Würde. Diese Würde hängt nicht von Größe, Entwicklung oder elterlichen Umständen ab. Vor diesem Hintergrund ist ein solch ein Beifall für »Freiheitskämpfer« stark irritierend.
Gott kennt und liebt jedes Leben - das ungeborene Kind ebenso wie die werdende Mutter. Doch wahre Freiheit liegt nicht darin, über Leben zu verfügen - sondern darin, es zu schützen und zu bewahren. Daher sollten wir zu Gott umkehren, von dem unsere Gesellschaft so weit abgewichen ist!

Was sind wir bereit dafür zu tun, Leben zu schützen?

Lesen Sie einmal in Psalm 139 nach, wie Gott über das Leben denkt!
