
Darum hat auch Jesus, damit er durch sein eigenes Blut das Volk heiligte, außerhalb des Tores gelitten.
Hebräer 13,12

In meinem Berufsalltag habe ich mit Schreddermaschinen zu tun, die Müll zerkleinern. Sie stehen an Orten, die wir nicht gerade als einen schönen Arbeitsplatz beschreiben würden - auf Schrottplätzen. Dort repariere ich die entsprechenden Maschinen oder stelle neue auf. Um zu der dazugehörigen Firma zu gelangen, gibt mir mein Chef die Adresse. Doch wenn mein Navi sagt: »Ziel erreicht«, ist manchmal weit und breit keine Firma zu sehen. Der Grund: Sie liegt außerhalb der Stadt - »außerhalb des Tores« (siehe Bibelvers).
Etwas Ähnliches finden wir auch in der Passion Jesu: Außerhalb von Jerusalem erhob sich ein kahler Hügel. Der Felsen war glatt. Er erinnerte die Menschen an einen Schädel, weshalb sie diesen Ort im Volksmund »Schädelstätte« nannten, auf Aramäisch »Golgatha«. Dieser Hügel war nicht sonderlich beliebt. Es gab nichts zu entdecken oder schöne Spaziergänge zu unternehmen. Vielmehr war es ein Ort des Todes und des Grauens.
Denn Golgatha war ein Hinrichtungsplatz der Römer. Die Verurteilten starben durch den römischen Foltertod der Kreuzigung. Die Hauptstraße verlief unterhalb des Berges, sodass jeder das grausame Schauspiel sehen konnte. Die Römer wählten diesen Ort, wo die die Verbrecher verspottet und hingerichtet wurden. An diesem Ort wurde das Urteil vollzogen, dass jemand nicht mehr in die Gesellschaft gehörte.
So erging es auch Jesus Christus. Obwohl er nichts verbrochen hatte, wurde er als ein Gesetzloser verurteilt und auf diesem kahlen Felsen hingerichtet: »Und sein Kreuz tragend, ging er hinaus zu der Stätte, genannt Schädelstätte, die auf Hebräisch Golgatha heißt« (Johannes 19,17). In den nächsten Tagen wollen wir uns näher mit seiner Passion, also seinem Leiden auf Golgatha, beschäftigen.

An welchem Platz in Ihrem Leben ist Jesus Christus zu finden?

Jesus Christus sollte seinen Platz in Ihrem Herzen haben.
