Donnerstag, 19. April 2007

Leitvers

Glückselig, die um der Gerechtigkeit willen Verfolgten, denn ihrer ist das Reich der Himmel.
Matthäus 5,10

Leiden um der Gerechtigkeit willen

Leiden um der Gerechtigkeit willen

Kaum ein Hass ist größer als der verschmähter Begierde. Das musste Joseph auch erfahren. Potiphars Frau verleumdete ihn bei ihrem Mann, und der warf ihn ohne nachzufragen in den dunklen Kerker, der sich unter seinem Haus befand. Dort kam er in eiserne Ketten (Psalm 105,18). Später durfte er dann dem Gefängniswärter behilflich sein, weil er ihm gefiel. Das hatte Gott so geführt. So litt Joseph, weil er Gott ehren wollte und lieber im Gefängnis saß, als mit schlechtem Gewissen Freiheiten zu genießen, die er sich mit dem Sündigen erkaufen musste.
Wieder denken wir an Jesus Christus. Auch er litt sein ganzes Erdenleben lang um der Gerechtigkeit willen. Den Thron des Himmels zu verlassen und unter uns Sündern zu leben, war ein unausgesetztes Leiden. Er sah, wie sein himmlischer Vater entehrt wurde und wie man wohl seine Heilungswunder annahm, seine Mahnung zur Umkehr aber ablehnte. Und ganz schrecklich wurde dieses Leiden, als er, der Gerechte, für die Ungerechten am Kreuz den Zorn Gottes trug. Da hat er der Gerechtigkeit Gottes so hohe Ehre erwiesen, dass sie nun jedem zugerechnet wird, der an diesen großen Versöhner glaubt.
Wenn Christen sagen: »Das kann ich nicht mitmachen«, gelten sie als Spielverderber und »Pharisäer«. Man ärgert sich, weil sie das Gewissen aufwecken, das man doch erst mit Mühe zum Schweigen gebracht hatte. Darum ist es gut, wenn Christen sich ihrer Sache sicher sind und genau wissen, warum sie so handeln und warum sie die Ablehnung oder gar Feindschaft auf sich nehmen. Sie können sich trösten, dass der Herr auf ihrer Seite ist, weil sie für ihn leiden. Sie wissen aber auch, dass er jede noch so kleine Schmach am Ende überreich belohnen wird.

Hermann Grabe
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Der Herr Jesus Christus sagt, wir sollten uns sogar darüber freuen.
Bibellese
1. Mose 39,19-23

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