Dienstag, 19. Dezember 2017

Leitvers

Und der Engel sprach zu ihnen: Fürchtet euch nicht! Denn siehe, ich verkündige euch große Freude, die dem ganzen Volk widerfahren soll. Denn euch ist heute ein Retter geboren, welcher ist Christus, der Herr.
Lukas 2,10-11

Weihnachten – bloß ein Familienfest?

Weihnachten – bloß ein Familienfest?

Kurz vor Weihnachten erzählt eine Nachbarin der anderen: »Ich bin jetzt schon ganz fertig, wenn ich an all den kommenden Stress denke. Glücklicherweise habe ich schon im August angefangen, Geschenke für meine Familie einzukaufen; aber ob sich die Kinder darüber freuen werden, ist eine ganz andere Geschichte. Ich weiß jetzt schon, dass ich sogar beim Heilig-Abend-Gottesdienst nur immer überlege, was ich alles noch schaffen muss, damit hinterher Weihnachtsstimmung aufkommt. Und am ersten Feiertag rückt die ganze Verwandtschaft an und will verwöhnt werden. Es ist einfach zum Weglaufen!«
So oder ähnlich geht es vielen Müttern. Dabei sollte doch an die Menschwerdung Christi gedacht werden und an das große Heil, das damit der Menschheit gebracht worden ist, so wie es im Tagestext der Engel verkündet hat. Weil sich nun die meisten in unserem Land nicht mehr über dieses göttliche Geschenk freuen können, versuchen sie, sich mit irdischen Geschenken Freude zu bereiten, was aber meistens nur funktioniert, wenn sie großartiger, origineller und teurer sind als beim letzten Mal.
Kommt das Kind in der Krippe, das doch der menschgewordene Sohn Gottes ist, denn zu seinem Recht, wenn wir nur allen Weihnachtstrubel weglassen? Ich meine nicht. Dazu brauchen wir ein umgewandeltes Herz, und das kann nur Gott bewirken; aber wir können ihn darum bitten, und nichts tut er lieber, als uns das zu gewähren.
Dann können wir mit Gerhard Tersteegen, dem Liederdichter (1697–1769), sagen: »Sehet dies Wunder, wie tief sich der Höchste hier neiget, sehet die Liebe, die endlich als Liebe sich zeiget! Gott wird ein Kind, träget und hebet die Sünd; alles anbete und schweige!«

Waltraud Baumann


Frage
Was machen Sie mit diesem göttlichen Geschenk?
Tipp
Gott will uns nicht alleinlassen. Darum ist Weihnachten.
Bibellese
Lukas 2,1-20

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