
Und der HERR sah, dass die Bosheit des Menschen auf der Erde groß war und alles Sinnen der Gedanken seines Herzens nur böse den ganzen Tag.
1. Mose 6,5

Am Vormittag des 20. Januars 1942 trafen sich führende Vertreter der nationalsozialistischen Regierung in einer Villa am Großen Wannsee in Berlin. Eingeladen hatte SS-Obergruppenführer Heydrich. Die Besprechung mit anschließendem Frühstück sollte dazu dienen, die Deportation aller jüdischen Menschen Europas zur Vernichtung in den Osten zu organisieren und die Zusammenarbeit aller Beteiligten abzustimmen. Innerhalb von etwa 90 Minuten wurde mit grausamer Präzision der millionenfache Mord an der jüdischen Bevölkerung Europas geplant - als handle es sich um ein alltägliches Großprojekt einer Behörde. 15 Vertreter der Regierung planten den Massenmord und kehrten dann in den Alltag und zu ihren Familien zurück. Manche spielten danach vielleicht mit ihren Kindern.
Das Erinnern an solche Ereignisse ist wichtig und sollte mit der Frage verbunden werden, wie sich wohl heute die Menschen als Teilnehmer an einem solchen Treffen verhalten würden. Auch brauchen wir die Erinnerung, weil immer noch ganze Völkergruppen ausgerottet werden. Wie schon damals geschieht es meist aus bloßer Machtgier, nicht selten verbunden mit wirtschaftlichen Interessen.
Gottes Urteil über den Menschen im oben stehenden Bibelvers ist erschreckend. Wie ein roter Faden zieht er sich vom Anfang der Geschichte an durch die ganze Bibel. Doch dieses Urteil muss uns keine Angst machen. Denn gleich nach dem Sündenfall hatte Gott bereits einen Rettungsplan. So kam zur rechten Zeit Jesus Christus, Gottes Sohn, als Mensch auf diese Erde. Er starb am Kreuz von Golgatha stellvertretend für die Sünde aller Menschen und für das Böse in unseren Herzen. Wer diese Rettungstat im Glauben annimmt, darf sich ein Kind Gottes nennen.

Inwiefern haben sich die grundsätzlichen Motive des Menschen im Laufe der Geschichte verändert?

Das Böse zeigt sich immer wieder, in verschiedenen Formen - aber Gott hat es besiegt und will uns davon frei machen.
