Montag, 20. April 2009

Leitvers
Jesus aber sprach zu ihnen: Gebt dem Kaiser, was des Kaisers ist, und Gott, was Gottes ist!

Markus 12,17

Jedem das Seine

Jedem das Seine

Das hatten sich die Feinde Jesu fein ausgedacht. Scheinheilig sprachen sie ihn an: »Rabbi, wir wissen, dass du aufrichtig bist und nicht nach der Meinung der Leute fragst. Ist es richtig, dem Kaiser Steuern zu zahlen oder nicht?« Würde er die Steuerpflicht bestätigen, wäre er bei den Juden unten durch, denn denen war die hohe Steuerlast der römischen Besatzungsmacht verhasst. Lehnte er aber die Zwangsabgaben ab, konnten sie ihn deswegen bei den Römern anzeigen. Doch Jesus durchschaute ihre Heuchelei und sagte: »Zeigt mir einen Denar! Wessen Bild und Name ist darauf?« - »Des Kaisers«, erwiderten sie. Jesus antwortete ihnen mit dem heutigen Tagesvers, und von dieser Antwort waren sie so überrascht, dass sie nichts mehr zu sagen wussten.
Bis heute seufzen weltweit Menschen unter der stets als zu hoch empfundenen Steuerlast. Und ohne lange zu fragen, entziehen sich viele einfach ihren Verpflichtungen. Die hinterzogenen Steuerbeträge werden allein für unser Land auf unvorstellbare 50 Milliarden Euro jährlich geschätzt. Würden diese Beträge entrichtet, brauchten die Finanzminister keine Kredite aufzunehmen. Auch das sei noch gesagt: Jeden hinterzogenen Euro müssen andere aufbringen, und dazu noch die Zinsen der Kredite für die Haushaltslücken.
Viel schlimmer als Steuerhinterziehung und viel weiter verbreitet ist jedoch das andere, was Jesus anspricht - die Gehorsamshinterziehung gegenüber Gott. Gott ruft jedem zu: »Kehr um von deinem gottlosen Leben!«, doch kaum einer hört darauf. Nicht jeder Steuerhinterzieher wird hier erwischt. Wer aber Gott den Gehorsam verweigert, landet einst in der ewigen Gottesferne. Das ist die Hölle.

Otto Willenbrecht


Frage
Wie gehen Sie mit Steuererklärungen um?
Tipp
Ehrlich gegenüber Gott, dem Staat und den Mitmenschen zu sein, zahlt sich ewig aus!
Bibellese
Markus 12,13-17

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