Samstag, 21. Februar 2015

Leitvers

Warum versteht ihr meine Sprache nicht?
Johannes 8,43

»Kannitverstaan«

»Kannitverstaan«

Bei der bekannten »Kalendergeschichte« des Dichters Johann Peter Hebel geht es um einen jungen Handwerksburschen aus Tuttlingen, der zum ersten Mal in seinem Leben Amsterdam besuchte. Als ihm eine außergewöhnlich prächtige Villa und etwas später ein riesig großes Schiff auffielen, fragte er jeweils einen Passanten nach dem Eigentümer solchen Reichtums und erhielt beide Male die gleichlautende Antwort: »Kann niet verstaan!«, womit die Holländer zu verstehen geben wollten, dass sie seine Sprache nicht verstanden. Und weil er nicht Holländisch konnte, hielt er einen gewissen Herrn »Kannitverstan« für den reichen Besitzer und bedauerte demgegenüber seine eigene Armut. Schließlich traf er auf einen Leichenzug. Als er sich nach dem Namen des Verstorbenen erkundigte, erhielt er wieder dieselbe Antwort. Das tröstete ihn über die Ungleichheit der Welt hinweg, dass er sogar über diesen Herrn Kannitverstan trauern musste, dessen Reichtum sein Sterben nicht verhindern konnte.
Was der Dichter uns sagen will, könnte man wie folgt zusammenfassen: »Jeder Mensch soll zufrieden sein mit dem, was er hat; denn am Ende kann niemand etwas mit ins Grab nehmen.«
Mit solcher »Weisheit« trösten sich heute viele Menschen. Aber unser Leben hat einen tieferen Sinn, weil Gott uns für die Ewigkeit berufen hat. Um uns einen Platz im Himmel zu bereiten, kam Jesus Christus auf die Erde. Immer wieder sprach er vom Himmel und von der Hölle und wie man zu Gott kommen kann, aber die meisten Menschen reagierten wie die Holländer in der obigen Geschichte: »Kannitverstaan«. Das entnehmen wir auch unserem Tagesvers.
Wir sollten aber Christi Sprache lernen, weil er uns die weitaus wichtigste Botschaft zu verkünden hat.

Erwin Kramer
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Glauben ist ein Willensentschluss!
Bibellese
Johannes 8,23-32

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