Sonntag, 22. Februar 2015

Leitvers

Sie binden nämlich schwere und kaum erträgliche Bürden und legen sie den Menschen auf die Schultern; sie aber wollen sie nicht mit einem Finger anrühren.
Matthäus 23,4

Alltag

»Bürgermeister als Verkehrsrowdy entlarvt«

Am 22. Februar 2014 war unter dieser Schlagzeile in der Allgäuer Zeitung zu lesen:
»New Yorks Bürgermeister Bill de Blasio ist offenbar unbeeindruckt von seinen eigenen Appellen. Nur zwei Tage nach Bekanntmachung einer Initiative gegen aggressives Fahren ist der Wagen des Stadtoberhaupts bei einem halben Dutzend Vergehen gefilmt worden – mit de Blasio auf dem Beifahrersitz. In dem Beitrag, den der Sender CBS zeigte, sind die beiden schwarzen Geländewagen mit de Blasio und seiner Begleitung zu sehen, wie sie Stoppschilder überfahren, ohne zu blinken auf den Fahrspuren hin und her springen und mit 45 Meilen fahren, wo nur 30 erlaubt sind.«
Johann Wolfgang von Goethe sagte einst: »Mit einem Herren steht es gut, der, was er befohlen, selber tut.« Mit diesem Grundsatz scheint nicht nur Herr de Blasio seine Not zu haben, sondern auch die Pharisäer und Schriftgelehrte, über die in unserem Tagesvers gesprochen wird. Zwar schien ihre Lehre in Ordnung zu sein, aber ihr Leben war alles andere als vorbildlich. In diesem Zusammenhang warnte Jesus darum die Menschen auch vor ihnen: »Alles nun, was sie euch sagen, das tut und befolgt, aber nach ihren Werken richtet euch nicht.« Hoffentlich sagt das niemand über uns!
Jesus selbst forderte von anderen niemals etwas, was er nicht auch selbst zu tun bereit war. Das sollte auch der Anspruch an uns persönlich sein im Umgang mit denen, für die wir Vorbilder sind oder doch sein sollen, z. B. für unsere Kinder oder die Kollegen in der Firma. Denn – so sagte es der deutsche Arzt und Theologe Albert Schweitzer – »das gute Beispiel ist nicht eine Möglichkeit, andere Menschen zu beeinflussen, es ist die einzige«.

Peter Güthler
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Römer 12,9-21

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