Dienstag, 21. Dezember 2010

Leitvers

Die Erde aber war verdorben vor Gott, und die Erde war erfüllt mit Gewalttat.
1. Mose 6,11

An vergeblichen Hoffnungen verzweifelt

An vergeblichen Hoffnungen verzweifelt

Heute vor 75 Jahren, am 21. Dezember 1935, nahm sich der deutsch-jüdische Schriftsteller und Journalist Kurt Tucholsky (1890-1935) in Schweden das Leben. Was hatte diesen begabten und erfolgreichen Mann, dessen schwebend-graziös geschriebene Liebesromane »Rheinsberg« und »Schloss Gripsholm« noch heute gelesen und verfilmt werden, zu dieser Tat getrieben?
Der promovierte Jurist und Weltkriegsteilnehmer war in der Weimarer Republik (1919-1933) einer der bedeutendsten Satiriker und Gesellschaftskritiker, der scharfzüngig vom pazifistisch-demokratischen Standpunkt aus Korruption, Militarismus und Nationalsozialismus angriff. Aber er vermochte dadurch Staat und Gesellschaft nicht zu bessern, im Gegenteil, 1933 begann die nationalsozialistische Barbarei, die seine Werke öffentlich verbrannte und den seit 1924 in Paris und später in Schweden Lebenden ausbürgerte und ächtete. Krank und am Sinn seines Lebens verzweifelnd, schied er ohne Hoffnung für die Zukunft aus dem Leben.
Es ist schade, wenn Menschen Sinn und Ziel ihres Lebens allein in den gesellschaftlichen Zuständen oder im Verhalten ihrer Zeitgenossen sehen und meinen, sie durch Aufklärung bessern zu können. Sie müssen scheitern, denn bei allem Schönen und Erfreulichen menschlicher Begegnungen gilt doch für die Gesamtentwicklung der Menschheit der biblische Grundsatz, dass »alles Sinnen der Gedanken« des Menschen »nur böse den ganzen Tag« ist (1. Mose 6,5). 5000 Jahre Geschichte sind dafür ein beredtes Zeugnis. Nur Gott kann uns aus dieser Lage heraushelfen und hat es in Jesus Christus schon getan. Wer sich an ihn wendet, braucht an seinem Leben und an den Verhältnissen um ihn herum nicht zu verzweifeln.

Gerhard Jordy


Frage
Verzweifeln Sie auch manchmal am Egoismus der Mitmenschen und an der Unfähigkeit und Ratlosigkeit der Politiker?
Tipp
Die Bibel bestätigt unsere Beobachtungen, zeigt uns aber auch einen hoffnungsvollen Ausweg.
Bibellese
1. Mose 39,19-23

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