Dienstag, 23. Mai 2006

Leitvers

Denn ich beneidete die Übermütigen,
als ich das Wohlergehen der Gottlosen sah.

Psalm 73,3

Löwin frisst adoptierte Antilope

Löwin frisst adoptierte Antilope

Diese Überschrift in unserer Tageszeitung machte mich neugierig. Eine Löwin aus einem Tierpark in Kenia hatte ein Antilopenbaby »adoptiert« und gegen andere Feinde verteidigt. Schließlich habe sie es aber doch gefressen. Dass Löwen ihre Beutetiere gegen andere Feinde beschützen, wurde schon mehrfach beobachtet. »Für die Kenianischen Wildschutzbehörden (KWS) ist der Beschützerinstinkt der Löwin gegenüber den Antilopen, die ihr eigentlich als Beute dienen, ein Rätsel«, so der Wortlaut im Zeitungsartikel. Vielleicht verteidigte dieser Löwe seine Beutetiere nur gegen andere Fress-Feinde, weil er sie zu gegebener Zeit selbst fressen wollte. Und lebendes Fleisch bleibt länger frisch als totes. Das weiß möglicherweise auch ein Löwe.
Dieses Phänomen kann uns als Beispiel bei der Beantwortung einer Frage helfen, die schon vielen Glaubenden zu schaffen machte. Der Psalmist Asaph (Psalm 73) und der Prediger Salomo (Prediger 8,14) haben über diese Frage nachgedacht: Warum geht es den Gottlosen so gut? Sind gottlose Menschen besser dran als Gläubige, weil sie tüchtiger sind und ohne fremde Hilfe zurechtkommen? Oder bekommen sie Hilfe, von der wir nichts wissen? Zunächst einmal müssen wir zur Kenntnis nehmen, dass diese Erde dem Satan übergeben ist und dass dieser eine große Macht hat (Lukas 4,6). Menschen, die auf Gott vertrauen, befinden sich quasi auf feindlichem Territorium und haben von hier keine Hilfe zu erwarten. Die gottlosen Menschen aber, die selbstbewusst auf ihre eigene Kraft vertrauen, sind dem Teufel gerade recht. Er ist sogar bereit, ihnen zum Erfolg zu verhelfen, wenn er sie dadurch nur vom Glauben an Gott fernhalten, bildlich gesprochen: verschlingen kann.

Günter Seibert
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Frage
Wollen Sie immer noch Ihr Leben ohne Gott meistern?
Tipp
Lesen Sie den Psalm 73!
Bibellese
Galater 2,11-21

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