Mittwoch, 25. Februar 2004

Leitvers

Und er (Zachäus) stieg eilends herab
und nahm ihn (Jesus Christus) auf mit Freuden.

Lukas 19,6

Ein seltener Fall

Ein seltener Fall

Von Zachäus haben viele schon als Kind gehört. Das war doch der Zöllner in Jericho, sogar der Oberzöllner, also nicht nur ein Betrüger, sondern ein Oberbetrüger. – So jedenfalls ist seit fast 2000 Jahren über ihn hergezogen worden. Aber in Wirklichkeit war er längst anders geworden. Er sagt selbst – so steht es zumindest ursprünglich in der Bibel – dass er regelmäßig die Hälfte seines Einkommens für die Armen weggab. Und sollte er jemals jemanden betrügen, so werde er dies vierfach erstatten. Das alles macht ein Gauner nicht. Und haben Sie schon einmal von einem praktizierenden Spitzbuben gehört, er hätte Jesus gern kennen gelernt? Mir ist so etwas noch nicht begegnet. Solche Leute sind gewöhnlich äußerst lichtscheu und meiden das helle Licht Gottes, das jeden durchleuchtet, der sich ihm aussetzt.
Ja, und als der Herr Jesus Christus ihn von dem Baum rief, auf den er sich der besseren Aussicht wegen gesetzt hatte, da rutschte er eilig herunter, weil der Herr gesagt hatte, er müsse ihn unbedingt heute noch besuchen. – Und nun kommt das Tollste: Er nahm ihn auf mit Freuden! Das wäre selbst bei frommen Leute keine Selbstverständlichkeit.
Stellen Sie sich vor, Jesus Christus wollte Sie heute besuchen. Wäre Ihnen das so ohne weiteres angenehm? Hätte man nicht gern so einiges beiseite geräumt? Etwa den Thriller auf dem Nachttisch gegen eine Bibel ausgetauscht? Oder jenes freizügige Bild an der Wand gegen Dürers »Betende Hände«? Oder hätte man nicht gern, dass zuvor die Frau zu heulen aufhört, die man so tief gekränkt hatte? Zachäus hatte alles in Ordnung. Glücklicher Mann!

Hermann Grabe
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Epheser 4,20-32

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