Samstag, 26. August 2006

Leitvers

Genauso wie ihr mich verlassen und in eurem Land
fremden Göttern gedient habt, so sollt ihr Fremden dienen
in einem Land, das euch nicht gehört.

Jeremia 5,19

»Ich hoffe es!«

»Ich hoffe es!«

Ich sitze mit einem Geschäftspartner zusammen. Nachdem die geschäftlichen Fragen besprochen sind, geht das Gespräch bei einem gemeinsamen Mittagessen in ein lockeres Geplauder über. Wir unterhalten uns über das Haus, das er neu bezogen hat, und welch gute Sache das für eine Familie ist, dazu auch ein Stück Zukunftsvorsorge. »Ja, wenn die Ehepartner zusammenbleiben!«, bemerkt mein Gesprächspartner. Da frage ich in Erwartung einer bejahenden Antwort zurück: »Da brauchen Sie bei ihrer Frau doch keine Sorge zu haben?« – »Ich hoffe es!«, sagt er daraufhin.
Dass die Treue zwischen Mann und Frau selten noch ein Leben dauert, ist nicht mehr neu. Trotzdem wurde mir die ganze Tragik dieses »Ich hoffe es!« erst viel später bewusst. Wünscht sich nicht jeder von uns die Treue des Partners? Wie konnte es dann in unserer Gesellschaft dazu kommen, dass dieser Wunsch kaum noch Erfüllung findet? Es kommt wohl daher, dass wir Gott untreu geworden sind: Wer Gott verlässt, wird verlassen werden; wer Gott nicht treu ist, kann keine Treue erwarten. In unserer Gesellschaft wurde es normal, ohne Gott zu leben. Jetzt müssen wir uns daran gewöhnen, dass, so wie wir Gott verlassen haben, auch unsere Mitmenschen uns im Stich lassen. Auch die Person, die uns am nächsten steht: der Ehepartner.
Wäre es nicht doch eine Überlegung wert, diesen in der Aufklärung begonnenen Prozess wieder umzukehren? Warum nicht Gott suchen, ihm die Treue geloben? Gott fordert uns dazu auf: »Tretet auf die Wege, seht und fragt nach den Pfaden der Vorzeit, wo denn der Weg zum Guten sei, und geht ihn! So werdet ihr Ruhe finden für eure Seelen« (Jeremia 6,16).

Gerhard Kimmich
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Fassen Sie neu den Entschluss, Gott und dem Partner treu zu sein!
Bibellese
1. Chronik 16,1-22

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