
Fürchte dich nicht, glaube nur!
Markus 5,36

Es gibt Momente im Leben, da hilft weder Geld noch Einfluss. So geht es auch Jairus, einem angesehenen Synagogenvorsteher. Alles läuft gut - bis seine einzige Tochter krank wird. Nichts kann ihr helfen, sodass sie im Sterben liegt. Da tut Jairus etwas Ungewöhnliches: Er wirft seinen Stolz über Bord und fällt Jesus zu Füßen. Es ist ihm egal, was die anderen denken.
Zur selben Zeit kommt die Frau zu Jesus, von der wir gestern gelesen haben. Während Jairus stadtbekannt ist, erfahren wir von ihr noch nicht einmal den Namen. Jesus sieht beide, denn beide sind verzweifelt. Und er nimmt sich Zeit für die Frau, was Jairus’ Anliegen verzögert. Da erhält er auch schon die Schreckensnachricht: »Deine Tochter ist gestorben.« Alles scheint zu spät.
Doch Jesus fordert den Vater auf: »Fürchte dich nicht, glaube nur! Jairus, du bist zu mir gekommen, glaube weiter!« Dann geht Jesus zu ihm nach Hause und betritt das Haus der Trauer. Nachdem er alle bis auf die Eltern und drei Jünger hinausgeschickt hat, geht er zu dem Mädchen, nimmt es bei der Hand und sagt: »Mädchen, ich sage dir, steh auf!« Tatsächlich kehrt das Leben zurück. Jesus überwindet den Tod!
Dieses Ereignis zeigt: Jesus sieht auch uns. Für ihn ist keine Not zu groß. Vielleicht verstehen wir seine Wege nicht - so wie Jairus, der nicht begreifen konnte, warum Jesus sich so viel Zeit ließ. Eine seit zwölf Jahren kranke Frau dem todkranken Mädchen vorzuziehen, widerspricht zudem jedem Erste-Hilfe-Kurs! Vielleicht fühlt sich auch unser Leben so an. Vielleicht denken wir: Gott ist zu spät. Aber er ist da. Weil Jesus lebt, gibt es Hoffnung. Wo Tod, Schuld oder anderes dein Leben bestimmt, sagt Jesus auch Ihnen: »Fürchte dich nicht, glaube nur!«

Welche Not lastet gerade auf Ihnen?

Manchmal muss Gott Not in unserem Leben zulassen, damit wir zu ihm kommen. Doch er kommt spätestens rechtzeitig.
