Samstag, 28. September 2013

Leitvers

Denn das Sinnen des menschlichen Herzens ist böse von seiner Jugend an.
1. Mose 8,21

Vaterunser (10): Erlöse uns von dem Bösen

Vaterunser (10): Erlöse uns von dem Bösen

Wer oder was böse ist, darüber gibt es verschiedene Ansichten. Dass die Schreckensherrschaft des Nationalsozialismus böse war, darüber herrscht jedoch weitgehend Einigkeit. Gerade die Verfolgten und Unterdrückten dieses Regimes werden das Ende des Terrors herbeigesehnt haben. Man kann die Freude nur ahnen, die die Überlebenden des Konzentrationslagers Ausschwitz am 27. Januar 1945 bei ihrer Befreiung erlebten. Und als am 8. Mai 1945 das endgültige Ende des Dritten Reiches folgte, war es für viele eine Erlösung vom Bösen.
Nach dem Krieg hat man intensiv darüber nachgedacht, wie es so weit kommen konnte. Wie konnte das Böse so um sich greifen? Einer der ersten Versuche, das zu erklären, war das Buch des Schweizer Schriftstellers Max Picard mit dem Titel: »Hitler in uns selbst«. Er schreibt, dass die Bosheit des Regimes auf einen fruchtbaren Boden in den Herzen der Menschen gefallen ist. Das ist eine provokante These. Denn sie sagt nichts anderes, als dass jeder Mensch seiner Natur nach sehr empfänglich für das Böse ist, ja, dass er selbst die Anlage zum Bösen in sich trägt. So sagt es auch die Bibel. Das menschliche Herz ist böse von Jugend an. Diese Bosheit kann in gewissem Maße in Schranken gehalten werden. Doch wenn diese Schranken wegbrechen, gibt es kein Halten mehr. Um mich vom Bösen zu erlösen, muss daher eine Veränderung meines Herzens erfolgen und nicht nur eine äußere Befreiung. Doch in dieser letzten Bitte des »Vaterunser« liegt gerade auch Gottes Zusage, in uns etwas Neues, Reines, Heiliges zu schaffen, eine neue Schöpfung. Er möchte durch seinen Heiligen Geist im Menschen wohnen und ihn leiten. Wenn man Gott in sein Leben einlädt.

Markus Majonica
Mit dem Autor Kontakt aufnehmen.


Frage
Wie groß schätzen Sie die Möglichkeit ein, dass Deutschland noch einmal auf böse Menschen hereinfällt?
Tipp
Die letzte Bitte ist täglich nötig.
Bibellese
2. Thessalonicher 2,3-12

Kontakt

Nehmen Sie direkt mit dem Autor Kontakt auf.

Mit Absenden des Formulars wird der Verarbeitung der Daten gemäß der Datenschutzerklärung zugestimmt.

Nutzen Sie "Leben ist mehr" als Web-App!

Mehr Infos!